Silvesterlauf 2013 in Tuttlingen


Der Tuttlinger Silvesterlauf war ein wirklich schöner Jahresabschluss mit persönlichem Jippie-Faktor, weil ich meine Zielzeit nicht nur erreicht, sondern sogar um fast 1 Minute unterboten habe.

Die Organisatoren haben wirklich tolle Arbeit geleistet und die Stimmung war hervorragend. Das vor dem Lauf noch üppig bestückte Kuchen-Buffet bot eine reichhaltige Auswahl, war nur leider schon kahlgefuttert, als ich dann aus der Dusche kam. Aber nun gut… Ich hatte mir zum Glück VOR dem Lauf bereits zwei leckere Schoko-Muffins gesichert.

Die Anfahrt mit Parkplatzsuche war etwas spannend, denn natürlich waren alle Parkplätze im Start-und Anmeldebereich schon voll. Es gab zwar ein paar 100 Meter weiter wieder welche am TuWass, aber da kommt man mit dem Auto nun mal nicht durch. Also nochmal 1/2km mit der Kirche ums Dorf fahren um dann gaaaaanz hinten zu parken. Naja, spart das Einlaufen.

Die Nachmeldung ging reibungslos und in der Aula des IKG wurde schon mit einer Diashow und Videos des letztjährigen Laufs für Stimmung gesorgt. Ein kleines Detail hatten die Veranstalter nur bei der Einstellung des Beamers übersehen: Der Beamer stand auf Breitbild, die Fotos aber wohl nicht. Damit wurden alle schlanken Läufer plattgedrückt und das Ganze kam optisch nun rüber wie ein Live-Mitschnitt aus „The biggest loser“.

Schön war, dass die große Aula wirklich genug Platz bot, um sich bis zum Start im Warmen aufzuhalten. Auch die Umkleide-Situation war recht entspannt, wenn auch die Damen mal wieder – wie bei wirklich JEDER Sportveranstaltung – sich mit weniger Umkleiden zufrieden geben mussten und auch noch ganz hinten waren. Noch mehr Einlauf-Kilometer.

Unklar war lediglich, ob es auf der Strecke Verpflegung geben würde. Zur Sicherheit nahm ich zwei Trinkfläschchen mit auf die Strecke – eine gute Entscheidung, denn Verpflegung gab es nicht. Ok, bei 5 oder 10 km im kalten Wetter lässt es sich schon mal ohne Wasser überleben, aber ich hasse es, wenn ich einen trockenen Mund bekomme. Danke, Trinkgürtel.

Die Zeitmessung erfolgte mittels einzuschnürendem Einmal-Chip, aus Papier was mindestens einmal ein lautes „RATSCH“ gefolgt von einem noch lauteren „SCH…“ zur Folge hatte. Ich war vorsichtig und hatte Glück.

Zuerst gingen die Walker und die 5km-Läufer auf die Strecke. Eine Stunde später dann wir 10er. Kleidungstechnisch war am Start alles vertreten. Von Shorts und Singlet bis hin zur Arktis-Expeditions-Ausrüstung. Das Wetter war allerdings traumhaft. Die Luft war zwar kalt, aber die strahlende Sonne sorgte für genau die richtige Menge an Wärme.

Der Start erfolgte pünktlich. Der Kommentator sorgte für gute Stimmung und informierte uns auch gleich noch über den Wendepunkt, der kurz vor dem Zieltor lag. Hier stand ein Haufen begeisterter Zuschauer und nach etwas Gedränge ging es dann los. Der Startbereich war zum Glück so breit, dass sich das Geschubse zu Beginn sehr in Grenzen hielt. Gleich nach der ersten Kurve sorgte eine Gugge-Musik für Stimmung und zauberte ein Grinsen auf die Gesichter und mehr Tempo in die Füße. Brav behielt ich trotzdem meine Pulsfrequenz im Blick. Nur nicht zu schnell starten. Das rächt sich sonst. Gut, schnell ist bei mir relativ, aber trotzdem.

Die Strecke zeigte mir, dass es wider Erwarten in Tuttlingen einige schöne Ecken gibt. Ok, ich kannte bisher nur das Landratsamt und das Finanzamt und das Gesundheitsamt…all dies ist nunmal eher … unspektakulär. Also, Tuttlingen, verzeih mir meine Ignoranz.

Es ging auf der einen Seite der Donau lang, über eine Brücke, auf der anderen Seite zurück, über eine Brücke und zum Wendepunkt. Soviel in Kürze. Abgesehen von ein paar An- und Abstiegen war die Strecke recht flach und die Abwärts-Stücke so platziert, dass sie richtig gut taten, v.a. kurz vor dem Ziel / Wendepunkt.

Einen Km vor dem Wendepunkt kam auch schon der erste Läufer von hinten angewatzt, aber ansonsten überholte nur noch einer im Zielkanal, bzw. Wendepunkt, denn für mich ging es ja erst auf die zweite Runde.

Ein paar Jungs spazierten mehr als das sie liefen, grinsten sich eins und hatten wohl auf jeden Fall eine Menge Spaß. Verrechnet haben sie sich dann doch. Eine Weile machten Sie sich einen Sport draus, mich vorbeizulassen, dann nach einer Weile wieder loszuspurten, zu überholen, um dann wieder zu spazieren, und das Spielchen von vorne zu beginnen. Einer meinte noch zu seinen Kumpels: „Die da holen wir immer wieder ein, da brauchen wir uns nicht anzustrengen.“ Tja Jungs, ihr wart dann aber doch irgendwie erst 5 min. nach mir im Ziel. Sprit alle? Vergesst es nie: Radiergummis mögen langsam sein, aber zäh.

Eine sehbehinderte Läuferin und ihr Begleiter verfolgten eine ähnliche Lauf-Geh-Strategie. Aber das war irgendwie lustig. Einmal sie vorbei, einmal ich… Das ging bestimmt 5 oder 6 Mal so. Im Ziel haben wir uns dann spontan umarmt. Ein schöner Lauf!

Ach ja, der Zieleinlauf. Auch bei uns Schlusslichtern war der Kommentator noch frisch und fröhlich und das Publikum jubelte. Das tat richtig gut. Als ich in den Zielkanal einbog und die Uhr sah, hab ich nochmal alles gegeben, was noch ging. Heul doch, Pulsuhr!

Mir war dann zwar kurz etwas seltsam, aber nach einer Minute war wieder alles ok, und ich konnte den anderen zujubeln, die jetzt noch einliefen.

Eine kleine Enttäuschung – das ist jetzt zuviel gesagt, denn in dem Moment konnte mich gar nichts enttäuschen – war dann die Zielverpflegung. Es gab zwar Punsch und Weckle, aber nur gegen Bares. Geld hatte ich jetzt nicht auf die Strecke mitgenommen, und das Auto stand 500m weg, da jetzt hin- und zurück tigern? Also nee… Dann eben kein Punsch und kein Weckle, aber der Muffin, der noch im Kofferaum auf mich wartete.

Zum Auto konnte ich dann schon wieder rennen. Zum einen war mir auf einmal fürchterlich kalt, zum anderen musste ich wohl noch etwas Adrenalin loswerden. Ein paar Blicke bekam ich dann schon, wie ich mit einem leicht irren Grinsen im Gesicht über den Parkplatz watzte, aber was wissen die schon.

Dusche, Siegerehrung, restliche Krümel vom Kuchenbuffet und dann ab nach Hause, Silvester feiern.

Schön war’s und wird für nächstes Jahr definitiv wieder eingeplant.

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2 Kommentare zu “Silvesterlauf 2013 in Tuttlingen

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