Perspektive wechseln


2014-04-15 17.02.54

Selfie – mal anders

Wie klärend so ein Lauf nach großer Anspannung wirken kann, durfte ich heute wieder  erfahren:

Heute Nacht: stressige Träume

Mittags: Zahnarzt – ätz! (außerdem erfahren, dass ich in den nächsten Tagen noch 3 mal kommen muss…)

Danach: unerfreulicher e-mail Kontakt mit Pötschke, wegen des unsäglich miesen Gewächshauses.

Danach-danach: Laufen!

Es war zwar ordentlich kalt und windig, aber das in Verbindung mit einem spannenden Hörbuch, hat den Kopf so richtig frei geblasen. Tschüss, ihr negativen Gedanken! Geht woanders spielen!

Dass Grün – vor allem Frühlings-Grün – beruhigend auf die Nerven wirkt, kann ich nur bestätigen.

grüüüüüüüün!

grüüüüüüüün!

Außerdem merke ich, dass mein Halbmarathon offenbar einen gewissen Trainingseffekt erzielt hat, denn ich konnte in einem sehr niedrigen Pulsbereich laufen, was wirklich mal eine ganz neue Erfahrung war. Das letzte Mal konnte ich von der Regenerationsphase wegen Erkältung nicht profitieren. Diesmal fühlt es sich super an.

2014-04-15 17.13.00

Ein freier Weg, weitestgehend für mich allein – die meisten Spaziergänger hatte es wohl weggeblasen – das tat so richtig gut.

Als ich heimkam, beschloss ich, mich jetzt nicht mehr über das blöde Gewächshaus zu ärgern, sondern mich an den Pflanzen zu freuen, die hoffentlich bald darin wachsen. Die Geschäftspolitik von Pötschke werde ich wohl nicht ändern, indem ich mich aufrege. Da schade ich mir nur selber.

So ein Lauf rückt alles wieder in die richtige Perspektive.

Danach-danach-danach: Fitness-Studio.

Den letzten Rest rausgeschwitzt und mit einem Zartbitter-Chili-Shake belohnt. Der roch zwar aus irgendwelchen Gründen nach verbrannten Autoreifen mit Altöl, schmeckte aber entgegen aller Wahrscheinlichkeit gut.

Jetzt fühle ich mich körperlich rundrum gut – und die Seele somit auch.

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10 Kommentare zu “Perspektive wechseln

  1. Es ist toll, was ein Sport alles so in einem kann – im Prinzip das Ü-Ei des Sports… mind. 3 Dinge in einem. Gedanken wegblasen, Körper stärken, Kalorien verarbeiten. 😉 Ich weiß, warum ich diesen Sport mehr als jeden anderen so mag.

  2. Die Metapher von Anja-Blumenmond finde ich toll: Laufen als Ü-Ei oder – in „alten Zeiten“ – als Wundertüte: Jede Menge drin, viel zum Genießen, manchmal vielleicht auch Plunder, aber immer wieder spannend und gut! 🙂

  3. Sag‘ ich doch
    Laufen macht es
    der Ärger ist weg
    der Kopf ist frei
    man fühlt sich gut
    könnte Bäume ausreißen
    DIE beste
    günstigste
    einfachste Art
    unser Leben zu erleichtern !!

  4. Du hast das wunderbar beschrieben, wie Laufen hilft, die Gedanken zu sortieren. Die Guten uns Kröpfchen, die schlechten ins Töpfchen….
    Geht mir auch immer so!
    Liebe Grüße
    Elke

  5. Pingback: Träume vom Longrun | laufkater

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