Sehr langsame Auferstehung Teil 2


Nachdem ich gestern vorsichtshalber noch einen Pausentag eingeschoben habe, war ich heute wild entschlossen, wieder die Laufschuhe zu schnüren. Die Hokas hüpften und hechelten um meine Füße, aber ich musste ihre freudige Erwartung etwas dämpfen. Nix mit Longrun, sondern geplant waren mal als Grundlage eine 4,5km Runde, die sich bei Wohlbefinden auch auf 6,7 km erweitern lassen können würde.

Für mehr bin ich einfach noch nicht fit genug.

Als ich mich umzog, goss es wie aus Eimern. Dann ging es in ein Nieseln über, als ich mich in die Schuhe bewegte. Meine ultraleichte Regenjacke hatte ich vorne in den Trinkgürtel gestopft. Als ich die Tür öffnete, wurde das Wasser abgestellt. Es wurde auch über die komplette Runde nicht wieder angestellt. Glaubt es, oder nicht, ich habe diese Jacke noch nie gebraucht! Nur einmal, als es kühl wurde. Nie gegen Regen. Aber sie ist ein automatischer Regen-Schild. Magisch, irgendwie.

Statt dessen, kam die Sonne sogar gelegentlich raus, und schuf sofort ein angenehmes Regenwald-Klima. Angenehm ist relativ…

Immerhin gibt es jetzt wieder ordentlich Wasser.

2014-07-13 12.51.26

Ich versuchte, meinen Puls wieder schön unten zu halten. Dementsprechend langsam war ich unterwegs. Im Gegensatz zum Freitag kann ich vermelden, dass ich den Puls auch ohne Gehpausen weitestgehend im Griff hatte. Lediglich bei längeren Anstiegen wollte er sich nach oben verabschieden. Die Hokas und ich genossen die leicht matschigen Waldwege. Fazit: Hokas halten auf Matsch.

Es fühlte sich gut an, wieder draußen zu sein, und so viel sattes Grün zu sehen.

Ich verlängerte also auf die 6,7 km Runde, aber so die letzten 1-2 km wurde ich irgendwie tierisch müde. Das kenne ich sonst nicht. Irgendwo mal ein Aua, oder schwere Beine ja, aber das Gefühl, sich einfach auf die nächste Bank legen zu wollen und wegzuratzen, das ist eher untypisch. Fazit: Ich bin (noch) nicht fit.

Außerdem motzte mein Knie. Das war das letzte Mal nach längerer Zwangspause auch so. Keine Ahnung, ob sich da irgendwas verklebt, oder ob der Virus sich freudig in die Sehnen hockt, Tatsache ist: Je mehr ich laufe, desto glücklicher das Knie. Nun, das ist auf jeden Fall besser als andersrum.

Die nächste Woche bin ich dienstlich unterwegs. Da werde ich zwar viel in der Gegend rumlaufen, aber ob ich so wirklich zum Laufen komme, ist fraglich. Mal sehen. Ich werde auf jeden Fall jetzt gleich mal meinen Koffer packen, und da kommen auch die Kinvaras mit. Die wiegen ja fast nix, und zwei Garnituren Klamotten passen sicher auch noch irgendwo rein.

Und dann ziehe ich mir das Finale rein. 🙂

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6 Kommentare zu “Sehr langsame Auferstehung Teil 2

  1. Langsam wird es besser und besser werden. Das Knie will geschmiert und der Kreislauf wieder aktiviert werden. Noch 2 Wochen und Du hast alles vergessen. Bestimmt.

    Im übrigen weiß ich erst, seitdem ich laufe, wie wenig es hier regnet. Die Regenläufe (die ich ja mag) sind extrem selten.

  2. Ach ja, freue dich, dass du überhaupt wieder kannst, und bald bist du wieder topfit, der Körper erinnert sich an das, was er schon einmal konnte – versprochen !

    Ach ja, und Regen
    habe ich es schon gesagt
    ich liebe sie
    die Regenläufe
    gerade regnet es
    und ich kann nicht !

    Dir eine gute Woche unterwegs und vielleicht auch mit Kinvaras !

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