On the road (trail) again… :)


Juhu! Endlich wieder laufen!

Die Hokas sprangen im Kreis, mein Hirn schüttete schon im Vorfeld so viele Glückshormone aus, dass es mir sogar gelang um 6 aufzustehen, um noch vor der größten Hitze zu starten.

Den Trinkrucksack bis fast zum Anschlag mit Wasser befüllt, eine Notration Geld und meinen liebsten Riegel (PowerBar Sweet and Salty – miam!) eingesteckt uuuuuund los!

Es war schon irgendwie warm und feucht, aber die Luft fühlte sich noch recht kühl an und es lief sich richtig angenehm.

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Besonders gefreut habe ich mich, als ich diesen Kameraden auf dem Weg traf, denn bei uns ist es im Allgemeinen eher kühl und daher weniger reptiliengeeignet. Ich dachte, dass das Kerlchen noch etwas Sonne tankt, weil es ganz still war. Leider musste ich auf dem Rückweg feststellen, dass es wohl eher verstorben war. 😦 Es befand sich immer noch an derselben Stelle und hatte sich nicht gerührt. Schade. So ein hübsches Tier.

Entlang der Bahnlinie genoss ich die Wildnis

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Häufig findet sich ja die tollste Vegetation an so einer Bahnlinie, vermutlich, weil da eher selten gemäht wird. Haufenweise Blumen blühten um die Wette. Davon gefühlte 728 verschiedene Distel-Arten. Die finde ich ja sehr hübsch, so lange sie nicht in meinem Beet wachsen. (Was sie allerdings gerade tun, da das Unkraut meinen krankheitsbedingten Ausfall und die anschließende Abwesenheit von einer Woche gnadenlos ausgenutzt hat)

Im Wald ließ es sich sogar richtig gut aushalten.

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Auch wenn man meinen könnte, dass ich nach einer Woche auf der Schwäbischen Alb mit vielen Wanderungen genug vom Wald haben könnte (eines meiner Mädels meinte, sie würde jetzt die ganze nächste Woche nur drinnen bleiben und fernsehen), dem ist nicht so. Ich bin Wald-süchtig.

Wald, Wald, Wald und Wald… und dann – o Graus – ein Walker.

Ok, ich muss nochmals betonen, dass ich es grundsätzlich großartig finde, wenn sich Menschen – ganz gleich in welcher Form – draußen bewegen, aber über einen km metallische Scharrgeräusche von den Stöckchen im Nacken und dazu die Angst, dass die Schmach perfekt sein könnte wenn ich von einem Walker überholt werde (kann bei langen langsamen Läufen schon mal vorkommen…), zerrten doch an den Nerven.

Ich entkam ihm jedoch langsam aber sicher, wenn ich dazu auch mal kurz den GA1-Bereich verlassen musste, aber das war’s mir wert.

Der Rückweg wurde dann doch eher anstrengend. Die Kombination von „es wird wärmer“ und „die Sonne grillt mich einseitig“ und „es geht bergauf“ war irgendwie nicht so der Hit. Immer wieder musste ich dann doch kleine Gehpausen einstreuen. Meine Beine hatten auch echt keine Lust mehr.

Eigentlich hatten sie sich nach der ganzen Wanderei ziemlich gut angefühlt, aber vielleicht (autsch!) war es doch (aua!) eine blöde (auuuuu!) Idee, gleich mit (jaul!) 18 km wieder einzusteigen.

Ich hab noch nicht rausgekriegt, was das für Muskeln sind, die da brüllen, und wie ich sie stärken könnte. Es ist immer an der Becken-Außenseite, da wo der Volksmund die Hüfte vermutet. Kennt das noch jemand? In meinem Anatomie-Buch konnte ich die Schuldigen nicht eindeutig identifizieren.

Der Schmerz verschwindet in der Regel am nächsten Tag wieder. Auch diesmal, hoffe ich.

Die Leute von meinem Kirchenchor haben zum Teil etwas seltsam geschaut, als ich wie eine 90-jährige aus dem Auto stieg. Der Firm-Gottesdienst von 1 1/2 Stunden Dauer war der Regeneration auch nicht wirklich zuträglich, und zuhause angekommen, musste ich noch den Rasen (eher Wiese) mähen, da dieser ebenfalls in meiner Abwesenheit beachtliche Höhen erreicht hatte. Entschuldigt bitte, liebe Nachbarn, dass ich erst abends gemäht habe, aber in der Mittagshitze wäre das vermutlich ein Fall für den Rettungswagen geworden.

Immerhin, es hat sich niemand beschwert, man erkennt die Grundform des Grundstücks wieder und morgen ist dann leider ein Schreibtisch-Tag. Seuffffffz! Aber das Wetter soll ja schlechter werden. Wobei, so ein Lauf im Regen hätte ja schon auch was.…  mmm…

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19 Kommentare zu “On the road (trail) again… :)

  1. Bei der Muskeldefinition kann ich Dir auch nicht helfen. Mir tut das nicht während sondern nach dem Lauf dort weh – mehr kann ich nicht einbringen. 18km sind für den Start natürlich wirklich, wirklich viel aber Du hast es überlebt und der Rest sind Heldenschmerzen. 🙂 Und zum Wald – davon kann man nie genug bekommen. Ich bin sicher.

    • Heldenschmerzen. 🙂 Das gefällt mir. Beruhigt mich, dass Du die Stelle auch kennst. Während des Laufs tut die bei mir auch nicht weh, höchstens, ich bin kurz stehengeblieben und muss wieder anlaufen, aber danach…. Heute ist es aber schon deutlich besser.

  2. Guten Morgen Christiane,

    das hört sich doch toll an, bis auf die Beschwerden am Tractus iliotibialis, wie ich vermute. Schau mal da nach: http://flexikon.doccheck.com/de/Tractus_iliotibialis

    Übrigens, eigentlich ist es wurscht, von wem man überholt wird, schnellere Walker gibt es ja eher selten, und ehrlich gesagt diesen Power-Walkern zolle ich eher Respekt 😉

    Auf den Regen warte ich auch…

    Salut
    Christian

    • Guten Morgen und vielen Dank für die Ferndiagnose!
      Ich dachte immer, das IT-Band merkt man am Knie. Wieder was gelernt. 🙂
      Ich kenne einige richtig gute Walker, von denen lasse ich mich dann auch gerne überholen. 😉 Aber stimmt schon, die sind in freier Wildbahn eher selten.
      So, dann werde ich mal schauen, was die Blackroll ausrichten kann. Regen ist noch keiner in Sicht…
      A bientôt!

      • Recht hast Du, allerdings hatte ich vor Urzeiten ähnliche Probleme, die definitiv vom Tractus kamen, mit entsprechender Gymnastik gehört es inzwischen der Vergangenheit an 😉

        Salut

      • Dürfte ich da mal ganz vorsichtig anfragen, was Du da so an Gymnastik gemacht hast? Hintern und Abduktoren trainieren, ist alles, was ich dazu herausgefunden habe.

      • Exakt, die Abduktoren kräftigen, das sind die Übungen mit dem Thera-Band, entweder am Boden liegend oder das Band um die Knie knoten und à la Nationalmannschaft watscheln :mrgreen: Und die Hüftstrecker, oder wie Du geschrieben hast den Hintern (auf dem Bauch liegen und das gesteckte Bein anheben oder im Vierfüßlerstand). Geht schnell und ist effektiv 😀

        Salut
        Christian

  3. Der Wald sieht so schön aus! Habe leider schon lange keinen Lauf mehr zwischen den Bäumen machen können… *miss it* 😦
    18 Kilometer! Respekt! Die möchte ich auch bald mal laufen! 🙂

      • Ne, leider nicht. Ich müsste schon ein ganzes Stück rausfahren, um in eine Gegend zu kommen, die sich „Wald“ nennen darf. 😦 Und wahrscheinlich wird es in der neuen Stadt nicht besser. Aber mal sehen… Wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, genieße ich die Bäume um mich herum jedenfalls sehr!

  4. 18 km sind verdammt weit für einen Wiedereinsteig, vor allen Dingen bei diesem Wetter. Da dürfen Muskeln schon mal die von Anja Heldenschmerzen genannten Unmutsäußerungen von sich geben.

    Ich drück Dir die Daumen, dass sie auch diesmal wieder schnell vergehen!

    LG Volker

  5. Finde ich auch, was Volker sagt, 18 km schon, das ist ein wenig weit nach deiner Pause, kein Wunder also, wenn die Muskulatur meckert.

    Wieso hast du eigentlich etwas zu Essen dabei, auf die Idee käme ich nie ! ??????? ❓

    • Weil ich so langsam laufe, bin ich für die 18 km über 2 1/2 Stunden unterwegs. Da geht mir irgendwann der Sprit aus. Manchmal esse ich auch nichts, aber eine Notration kommt immer mit. Hilft bisweilen auch zur Motivation, weil ich sonst nur so wenig essen darf. 😉 Allerdings nehme ich Essen nur auf die wirklich langen (nach meinen Maßstäben) Läufe mit, so ab 16 km.

  6. Danke für deine Muskelschmerzen, die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten 🙂
    Jetzt weiß ich, wer mich vorletztes WE nach einer mehrstündigen Wanderungen im Pfälzer Wald schmerzte.
    Und es stimmt, nach 1 Tag verschwanden die Schmerzen plötzlich.
    Wer leider nicht verschwindet sind die „hübschen“ Schneckenkameraden in meinem Garten.
    Denen ziehe ich jede Distel vor 🙂

    • Mmm, „gern geschehen“ wäre jetzt doch etwas masochistisch… 😉
      Der Dank für Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten geht eindeutig an DocRunner. (ein Tusch!)
      Ja, Schnecken gibt’s da auch noch. Die sieht man nur gerade nicht, wegen der Disteln…

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