Tempo-Regenlauf


Nein, es war gestern nicht trocken. Auch wenn es gerade nicht regnete, hing das Wasser in der Luft rum und grinste sich eins.

Ich grinste mir auch eins bei den zum Teil verwirrten Blicken, die ich von beregenschirmten dick vermummten Gestalten erntete, weil ich in T-Shirt und Kurztights und offensichtlich guter Dinge durch den Regen trabte. Was die Gestalten nicht wussten: Das Shirt sieht zwar aus wie Baumwolle, ist es aber nicht. Es ist ein Fake-Baumwollshirt von Brooks, das ich sehr gerne bei solchem Wetter trage, weil es sehr locker sitzt und daher keine Klebegefahr droht. Meine Regenjacke hatte ich um die Hüften gebunden. Ja, ich weiß, es sieht sch…  aus, aber das ist mir relativ egal, denn ich hatte keine Lust nach meiner Tempoeinheit auszukühlen, und da ich die Jacke nirgendwo sicher deponieren konnte, musste sie halt so mit. Punkt.

Geplant waren 2800 m lockeres Einlaufen, bei dem ich auch noch Gelegenheit für ein Foto hatte.

Pferde- oder Fischzucht? Oder vielleicht beides?

Pferde- oder Fischzucht? Oder vielleicht beides?

Danach dann 5,2 km Tempolauf. Gut, mein Tempo ist für andere regeneratives Chillen, aber so ist nun mal alles relativ. Ich war jedenfalls ordentlich stolz auf mich, dass ich die Pace sogar fast 30 sec. unter dem von Vicsystem vorgeschlagenen Tempo halten konnte und zwar OHNE das Gefühl zu haben, dass meine Lunge gleich rauskommt. Im Gegenteil, es fühlte sich ziemlich locker an, und so, als könnte ich das noch lange halten. Der einzige Teil von mir, der da mal wieder anderer Meinung war, war mein Magen. Ich weiß auch nicht, was das soll, aber ab einer bestimmten Belastung über einen längeren Zeitraum fängt er an zu kneifen. Gut, gestern sehe ich es vollkommen ein, war doch das Abschlussessen üppig und ziemlich durcheinander, aber was für einen Sinn hat bitteschön ein Nachtischbüffet, wenn man sich nicht einmal durch sämtliche Kreationen der KollegInnen durchfuttert? Man will ja schließlich mitreden können! Selbst wenn man also aus jeder vielversprechenden Schüssel nur einen Löffel nimmt, füllt sich der Teller dann so nach und nach doch.

Als ich gestern abend dann also mein in Auflösung befindliches Hirn mitsamt dem Rest vor die Haustür schicken wollte, um nun endlich den Tempolauf in Angriff zu nehmen, hatte ich leider erneut Hunger. Also schob ich noch einen Riegel Schokolade obendrauf, und los.

Insofern war es ein Wunder, dass ich überhaupt so gut laufen konnte. Aber auch wenn ich ganz brav und vernünftig esse, habe ich diesen kneifenden Magen, der ansonsten eigentlich ziemlich robust ist. Irgendwas muss ich mir da mal einfallen lassen. Das nervt nämlich ziemlich.

Ich nahm den Magen einfach mit, und als ich auf die Zielgerade einbog, gab ich die letzten Meter noch mal richtig Gummi. Danach war aber dann Ende Gelände. Puls bei 187 (laut Leistungsdiagnose ist mein Maximalpuls 183 😕 ), Hände wurden kribbelig, Boden wurde weich. Gut ist.

Das war aber ja auch völlig ok so. Den Heimweg legte ich dann gehend zurück, mit Jacke an, denn dann wurde es doch kühl, weil ein leicher Wind ging. Dann ab unter die Dusche und seeeeeeehr zufrieden.

Morgen will ich endlich wieder einen 4 km Testlauf für Vicsystem machen. Das Interface jammert schon seit ein paar Wochen. Wenn es da auch so gut läuft wie gestern, … hoffen wir mal! 😉

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4 Kommentare zu “Tempo-Regenlauf

  1. Das liest sich gut
    und sehr mutig
    zumindest aus der Sicht der dich Betrachtenden
    für mich Freude pur
    von Regenläufen derzeit nur lesen zu dürfen
    und alles andere wird bei dir
    da bin ich sehr zuversichtlich
    auch die Geschichte mit deinem dich quälenden Magen
    sprich‘ ihm gut zu
    sei zärtlich zu ihm
    vielleicht hilft es ….. ❓

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