Ein Hoch auf den Muskelkater!


Er ist zurück! Der wunderbare Schmerz vor allem nach der morgendlichen Autofahrt zur Arbeit, wenn das Auseinanderfalten der Beine und das Gehen auf den ersten 50 Metern von einem tief empfundenen „Autsch!“ begleitet wird.

Ich habe ihn lieben gelernt, bedeutet er doch, dass ich was getan habe, und dass mein Körper nach getaner Reparatur-Arbeit hoffentlich gestärkt daraus hervorgehen wird.

Ich stelle mir dann vor, wie lauter kleine Reparatur-Trupps ausrücken, um das in Mitleidenschaft gezogene Gewebe zu reparieren und im Idealfall haltbarer zu machen. Ich wette, das ist so ähnlich, wie wenn auf der Kommando-Brücke der Enterprise der rote Alarm ausgelöst wird.

„Käptn, schwere Schäden an der Außenhülle! Schilde bei 30 %!“

-„Sofortige Gegenmaßnahmen einleiten! Synthetisieren Sie aus dem Joghurt-Müsli im Vorratslager Proteine! Und schaffen Sie das Calcium ran, damit die Knochenstruktur gekräftigt wird!“

„Jawohl Sir! Sir! Wir verlieren Energie! Ich leite die Nutella-Reserven in die Leber um!“

– „Tun Sie das! Bericht?“

„Sir, das Nutella reicht nicht aus! Und die Haferflocken kann ich nicht so schnell verfügbar machen!“

– „Keine Panik! Unsere Sensoren melden ein Marmeladenbrot in Reichweite! Auf den Schirm!“

„Zielerfassung aktiviert! Traktorstrahl aktiviert! Öffnen Sie die Ladeluke! Marmeladenbrot einfahren in 10…9…8…“

-„Energie!“

Wer noch nicht wusste, dass ich ein Geek bin, weiß es spätestens jetzt. 😀

Ja, es mag masochstisch klingen, aber ich mag meinen Muskelkater wirklich.

Die letzten beiden Laufeinheiten liefen im wahrsten Sinne des Wortes gut. Mittwoch hatte ich mir ja zum ersten Mal ein Hügeltraining vorgenommen, und ich muss sagen, dass es Spaß macht. Gut, ein paar Spaziergänger waren etwas verwirrt, aber ich denke, sie haben keine bleibenden Schäden davongetragen. „Mein“ Hügel ist ideal ca. 1 km von daheim gelegen und hat von seinem Fuß bis zu einem praktischen Verkehrsschild auf ca. 2/3 der Gesamtsteigung etwa 200 m Strecke. (nicht Höhendifferenz, das wäre etwas heftig) Außerdem fängt er steil an und flacht dann etwas ab, so dass man auf dem Steilstück noch richtig Gummi geben kann und dann oben noch Kraft hat. Beim Runtertraben geht der Puls wunderbar schnell wieder nach unten. Hat was!

Das Wetter war mit ca. 9°C und leichtem Regen auch ideal für Tempotraining und sehr angenehm. Ich hatte nur nicht mehr bedacht, wie rutschig die Brooks Pure Cadence werden, die ich für Tempo eigentlich sehr liebe. Aber so ein Hauch von Schlammschicht auf dem Asphalt und Regen… wuiiiiiiii! Ich hab’s als zusätzlichen Trainingseffekt gesehen und versuche, ob ich mir das für eine Woche merken kann. Mal sehen.

Gestern hab ich dann vor der Arbeit ruhige 8 km gemacht und auch ein paar Impressionen mitgenommen.

Ein Hauch von Nebel - immerhin!

Ein Hauch von Nebel – immerhin!

Offenbar streikt nicht nur die Bahn…

Offenbar streikt nicht nur die Bahn…

Novembermorgen Disteln

Heute kam auch noch ein Newsletter vom Nikolauslauf. Sie bieten einen organisierten Testlauf an. Ich finde großartig, aber kann leider nicht… Seufz… Egal, Hauptsache beim richtigen Lauf bin ich fit.

Für morgen peile ich so zwischen 15 und 16 km als Longrun an. Und nächste Woche 18. Das muss dann reichen, denn danach sollte ja getapert werden. Im Moment fühlt es sich jedenfalls gut an, und der Muskelkater ist auch schon leiser. Dafür ummaunzt mich gerade eine unserer Katzendamen. Hunger! Na gut, ich auch.

Bis dann!

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8 Kommentare zu “Ein Hoch auf den Muskelkater!

  1. Liebe Christiane,

    ich mag ihn nicht und kenne ihn auch kaum noch. Muskelkater sagt mir immer, dass ich nicht gleich wieder genießen kann und das mag ich nicht, da bringt auch Deine Phantasie keine Veränderung 😉

    Ich wünsch Dir weiter viel Spass beim Hügeltraining

    Salut
    Christian

    • Danke! Bin mal gespannt, wie es diese Woche läuft. Ich hab eigentlich immer Muskelkater nach Belastung. Auch nach gewohnter. Wahrscheinlich Veranlagung. Mir hilft es, mich zu spüren. Manchmal echt intensiv… 👿

  2. Die Beschreibung ist lustig, ja ich kann mir das gut vorstellen. Allerdings bin ich eigentlich kein Fan von Muskelkater – gerade weil ich mir vorstelle, dass da einiges ‚kaputt‘ ist. Viel Spass bei den letzten langen Läufen!

  3. Wenn ich mir die weniger erfreulichen Berichte in Erinnerung rufe, dann kann man wirklich froh und dankbar sein, dass deine Stimmung – im Gegensatz zu denen in vergangenen Tagen – wesentlich positiver klingen, sogar der Muskelkater findet deinen Zuspruch – möge es immer positiv für dich bleiben !

    • Danke für die guten Wünsche! Immer positiv… ja, wär schon schön, aber wahrscheinlich unrealistisch. Im Leben geht es halt rauf und runter. Das ist ja auch irgendwie ok. So lange es immer wieder rauf geht. 🙂

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