Running in the Rain


I’m running in the rain, just running in the rain!

What a wonderful feeling!

I’m happy again!

So, damit wäre der Ohrwurm für den Samstag abend klargemacht. 🙂 Ich bin ziemlich platt aber auch ziemlich glücklich nach 15,5 km im Dauerregen. Ich bin gespannt, wie meine Hokas gleich aus der Waschmaschine kommen werden. Ja, ich böser Mensch stecke meine Laufschuhe in die Waschmaschine. Allerdings nur im Kurzwaschgang, bei 30°C und ohne Waschmittel. Das müssen sie aushalten. Man konnte sie nicht mehr wirklich erkennen, denn spätestens bei einsetzender Dunkelheit und einem deutlichen Mangel an trockenen Alternativen, habe ich so wirklich jedes Schlammloch mitgenommen, das sich unvorsichtig in den Weg gestellt hat. Platsch, schlörks, quortsch!

Ich habe bewusst die Strecke mit den vielen Anstiegen gewählt. Schließlich ist der Nikolauslauf auch nicht gerade flach. Aber das bin ich ja gewohnt. 🙂

Ein Hoch auf jeden Fall auf die Funktionskleidung! (In der aktuellen Runner’sWorld ist ein Artikel über das – mir völlig unverständliche – Comeback der Baumwollshirts zu lesen) Denn obwohl mein Laufpulli beim Ausziehen etwa 3 kg wog, hatte ich nie das Gefühl, nass und klamm zu sein. Auf dem Kopf hatte ich ein als Mütze gedrehtes Buff, was mir auch ein stetes Gefühl von Wärme und Trockenheit vermittelte, obwohl meine Haare natürlich alles andere als trocken waren. Interessanterweise fand ich 3 Quadratzentimeter trockenen Stoffs in der Taillen-Region. Da muss ich wohl noch dran arbeiten. 😀

Man sieht es nicht wirklich, weil das Blitzlicht mehr den Nebel erhellt hat, als die Umgebung, aber die Biber haben meinen Weg geflutet.

Man sieht es nicht wirklich, weil das Blitzlicht mehr den Nebel erhellt hat, als die Umgebung, aber die Biber haben meinen Weg geflutet.

Der Regen war echt okay. Schade nur, dass es so früh dunkel wird in dieser Jahreszeit. Die für Nofälle eingepackte Kopflampe hab ich aber dann doch nicht gebraucht.

Ein großartiger Lauf!

Dabei war ich heute morgen noch skeptisch, ob ich überhaupt würde laufen können. Ich hab mich nämlich verletzt. Nein, nicht beim Laufen. Sondern im Karate-Training, wo ich gestern seit langer Zeit endlich mal wieder war. Natürlich auch nicht beim eigenlichen Training, sondern beim Aufwärmen. Ich stehe Aufwärmen sowieso skeptisch gegenüber. In dem Fall hat’s allerdings Spaß gemacht, da wir Ball gespielt haben. Allerdings trainieren wir ja barfuß, und irgendwann bin ich dann in einen Kollegen reingerutscht und hab mir zwei Zehen vermatscht. Ich vermute mal, ein Kapselriss. Gebrochen ist nichts, denke ich. Allerdings haben sie eine recht interessante Farbe und tun ordentlich weh. Meine bessere Hälfte hat sie zwar fachmännisch vertapet, aber trotzdem… Aua!

Dennoch beschloss ich, es zu versuchen. Interessanterweise tat beim Laufen nichts weh, nur beim Gehen. Prima. Ich wollte ja eh laufen. Insofern: Nochmal Glück gehabt. Der Lauf scheint auch gut getan zu haben, denn sie sehen jetzt schon wieder mehr aus wie Zehen und schmerzen auch weniger. Aber so im ersten Moment dachte ich: Na super, jetzt bist du gerade wieder gesund, und dann so was!

Es ist irgendwie ja faszinierend. Im eigentlichen Training, wo es mit Partner auch mal ordentlich zur Sache gehen kann, passiert so gut wie nie was. Die Verletzungen, die ich im Karate bisher miterleben durfte – dankenswerterweise ohne unmittelbar daran beteiligt gewesen zu sein (gebrochene Finger, abgerissener Muskel und harmlosere Sachen) – passieren zu 90% beim Aufwärmen. Und da sagt man immer, Kampfsport sei gefährlich.

Übrigens, ich habe mir für den Blog jetzt einen Twitter-Account zugelegt. Name ist laufkater. Innovativ und klangschön. Follower sind natürlich herzlich willkommen. Und bis dahin: Lauft durch den Regen, Leute! Es ist großartig!

Advertisements

17 Kommentare zu “Running in the Rain

  1. Hallo liebe Laufkaterin. 😉 ein Regenlauf ist doch immer etwas feines und ich gebe Dir Recht, gerade beim Regen würd ich auch nicht auf Funktionskleidung verzichten wollen. Bei mir kommt nach immer ne BaseCap auf die Birne, damit die Augen trocken bleiben.

    Das mit den Zehen ist natürlich unglücklich und wahrscheinlich schmerzhaft. Gute Besserung auch wieder an der Stelle. Irgendwann wird auch der Moment kommen, wo weder eine Erkältung noch eine Verletzung an Dir haftet. 🙂

    Gruß Anja

  2. Guten Morgen, Christiane,
    Matsch und Modder, Schlamm und Pfützen, ja das sind die wirklich naturnahen Läufe. Und wenn dann noch Regen fällt, was will man mehr? Die wenigen Quadratzentimeter, die noch trocken waren bekommst Du auch noch gebacken, ganz sicher 😀
    Gute Besserung für die Zehen, meist sieht es schlimmer aus – dick, geschwollen und herrlich blau verfärbt – als es ist, das wünsch ich Dir auf jeden Fall.

    Salut
    Christian

  3. Running in the rain… Okay, das wird auch der Song in meinem Ohr sein, wenn ich mich gleich auf den Weg mache… Ich bin ja mehr der Sommer-Sonne-Hitze-Typ, aber watt mutt, datt mutt… 🙂

    So, aber erst mal suche ich Dich jetzt auf Twitter, Frau laufkater. Schönes Wochenende!

  4. Ich war heute auch bei Regen unterwegs (nur nicht ganz so weit) und war dann am Ende eingermaßen matschbespritzt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich nicht mit Feuereifer in die Pfützen stürze und lieber trockenes Wetter mag.
    Schönen Restsonntag und gute Besserung für die Zehen.
    Dani

  5. Ich hoffe mal ich kann deinen Ohrwurm aufnehmen. Ich habe nämlich gerade einen viel schlimmeren (Weet je wat ik graag zou willen zijn – een bloemetjesgordijn…) Und ansonsten kann ich mir deine Freude im Regen gut vorstellen. Ich bin ja auch immer für Regen, Pfützen usw. gut zu haben. Allerdings wunderst es mich, dass du keine Regenjacke sondern einen Pulli angezogen hast, aber es scheint ja zu funktionieren.

    • Wenn ich das richtig verstehe, singst du gerade was von Blümchengardinen…. Das ist wirklich schlimm. 😀
      Doch, eine wasserabweisende Jacke hatte ich schon noch drüber, aber ab einer gewissen Wassermenge ist das dann auch egal. 🙂

      • Ah jetzt verstehe ich das. Ich dachte immer es gibt mittlerweile auch regendichte Laufjacken und ihr seid alle damit ausgestattet. (Selber habe ich ja auch nur eine, die sich dann vollsaugt, denn regendicht wäre mir wieder zu warm.)

  6. Tja, mit Ohrwurm am Samstagabend war das wohl nix. Es ist schon Montagmorgen :mrgreen:

    Ich hatte gestern Pech, der Regen setzte erst nach dem 16 km-Lauf ein …

    Gute Besserung für die Zehen.

  7. Du haust ja wieder in die Vollen, völlig hemmungslos beim Regen, da machen auch nicht viele, ich liebe es sowieso !!

    Schuhe in die Waschmaschine, auch wenn du kein Waschmittel nimmst, sie werden es dir nicht danken, zum Glück werden meine regelmäßig gereinigt, aber in die Waschmaschine kommen sie nicht !

    Viel Glück für deine lädierten Zehen !

    • Danke! Den Zehen geht’s schon besser. 🙂 Ich denke, so ein bis zwei Mal in ihrem Leben Waschmaschine, 15 min und kein Schleudern, da sehe ich nicht wirklich den Unterschied zu Eimer und Bürste. Außer dass ich nicht nachher auch noch unter Wasser stehe. 😉

  8. Uhhh also im Regen laufe ich ja wirklich sehr sehr ungern… wenn es unterwegs anfängt geht es noch, aber schon im Regen loszulaufen ist so gar nicht meins. Also hast du umso mehr meinen Respekt 😉
    Ich hoffe, die Zehen sind schon fast wieder okay?
    Und auf Twitter muss ich dich natürlich gleich mal suchen 🙂 Liebe Grüße!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s