Projekt Crosslauf


Man soll ja immer was Neues ausprobieren, damit es im Leben und im Training nicht langweilig wird. Die aktuelle Ausgabe der Runner’s World schlägt da einen ganz detaillierten Marschplan vor, an den ich mich zwar so sicher nicht halten werde. (Bahnwettkämpfe – o Graus!), der mir aber den Floh „Crosslauf“ ins Ohr gesetzt hat.

Es kommt hinzu, dass am 24.1. ein Crosslauf innerhalb der Serie Zollern-Schwarzwald-Hegau wirklich so gut wie vor meiner Haustür – genauer gesagt 1200m entfernt davon – stattfindet. Grundsätzlich war mir der Lauf zwar bekannt, aber irgendwie hatte ich von den spärlich gesäten Informationen und auch der Berichterstattung, die ich so dazu fand immer den Eindruck, das sei nur für Schüler. Immerhin waren auf den Bildern immer nur Kinder und Jugendliche zu sehen. Jetzt gibt’s mehr Infos dazu im Internet und siehe da: Auch für Erwachsene.

Hier gibt’s sogar ein Video:

Wie man sieht, läuft man offenbar ums Stadion herum und dreht dabei der Tartanbahn eine Nase. Ich stelle mir das ganz lustig vor.

Die Langstrecke beträgt etwa 8km und soll in einer Stunde absolviert sein. Ich denke, das müsste ich schaffen. Ich bin zwar noch nie cross gelaufen, aber im Training gehe ich auch immer wieder durchs Gelände und die letzten Läufe durch Neuschnee, Matschschnee und Eisschnee waren aber so was von cross, dass das eigentlich reinlaufen müsste. Kraft in den Beinen hab ich. Ich bin nur nicht schnell. Aber das ist ja bekannt. Insofern, warum nicht? Und irgendwer muss ja Letzter sein.

Keine Ahnung, vielleicht unterschätze ich das Unternehmen ja gnadenlos…

Warum ich gleich mit 0 Erfahrung die Langstrecke in Angriff nehme? Kurz- und Mitteldistanzen liegen mir überhaupt nicht. Die muss man ja am Anschlag laufen, und da mir die Schnelligkeit fehlt, ist das nur eine sinnlose Quälerei, bei der ich alle anderen von hinten bewundern kann. Bei der Langstrecke kann ich die fehlende Schnelligkeit eher mit Ausdauer kompensieren.

Leider gibt es vom letzten Jahr keine Ergebnislisten online, so dass ich keine Ahnung habe, wie die Teilnehmer da normalerweise so drauf sind. Ich rechne aber damit, hier eher die Fraktion der Harten, die in den Garten kommen, vorzufinden, und weniger Spaß- und Genussläufer. Insofern stelle ich mich mal darauf ein, mich weit hinten zu finden, aber egal, die Erfahrung will ich mal mitnehmen.

Trainingstechnisch – voraus gesetzt, man kann bald wieder auf den Wegen hier laufen und nicht nur schlittern – werde ich wieder ein paar Hügel einbauen. Die haben’s echt gebracht, und auch sonst will ich noch bewusster ins Gelände abbiegen, bzw. auf dem Grünstreifen neben den Wegen laufen. Vorausgesetzt, die Hunde haben nicht zu viele Tretminen dort hinterlassen.

Stellt sich noch die Frage nach dem passenden Schuhwerk. Ich hab mir mal den Pure Grit 3 bestellt, in der Hoffnung, dass das hinkommt. Normalerweise bestelle ich keine Schuhe ohne Anprobe, aber da ich den Pure Cadence habe und mit ihm gut klarkomme, sollte der Trailbruder dazu wohl auch passen. Und wenn nicht, muss ich ihn halt zurückschicken. Mal schauen. 🙂 Um diese Jahreszeit bekommt man im Handel so gut wie keine Trailschuhe mehr. Merkwürdig.

Mal sehen, was draus wird. Tips nehme ich gerne an!

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27 Kommentare zu “Projekt Crosslauf

  1. Sieht aus wie ein ganz normaler Feld-, Wald-, Wiesenlauf. Ich glaube nicht, dass das sehr anders ist als was du sonst so läufst oder? Und 8 km ist ja auch für dich nun wirklich keine Langstrecke :).
    Den Pure Grit 3 laufe ich sehr gerne im Gelände, allerdings sind meine Füsse nicht so durchtrainiert, dass ich den schon auf längeren Strecken tragen kann – aber so eine Stunde geht. (Für länger nehme ich das etwas unbequemere Trailsofa Cascadia.) Der pure Grit st auch bei Matsch griffig, nur leider bleibt der getrocknete Matsch sehr hartnäckig in der Sohle, da ist nichts mit ausklopfen.
    Was mich interessieren würde, ist der Vergleich zum Cadence, denn ich überlege mir den für die Strasse anzuschaffen.

    • Mal sehen, wie matschig das Gelände am Tag X ist. Dann kann es schon eine neue Erfahrung werden. 🙂 Der Cadence 2 ist cool, wird bei Nässe aber schnell rutschig. Den 3er hab ich nicht, vielleicht ist die Sohle da schon besser. Ich werde vergleichen. 🙂

  2. Da bin ich ja mal gespannt, was Du berichtest. Für mich ist Crosslauf ja schon, wenn ich im Bergischen im Wald unterwegs bin. 🙂 Aber ich merke immer, dass das den Gräten besser tut als dieses Asphaltgehopse, was ich zwangsläufig besonders im Winter häufig tue.

    Du machst das schon.

  3. Ich sehe es so wie Roni, wer nicht nur auf Asphalt läuft, kann auch crosslaufen. Und 8 km kriegst Du allemal gewuppt. Also ran an die Buletten! 🙂

    LG Volker

  4. Das ist doch nicht so schwer, Deine Bedenken sind m.E. unberechtigt. Einfach loslaufen und weniger denken. Crossläufe sind nur dann anstrengend, wenn man ein Tempo anschlägt, was normalerweise auf die Strasse gehört 😉 *duckundweg*

    Salut
    Christian

  5. Vielleicht mal die steilsten Pfade, die du findest oder auch ohne Pfade auf und abwärts laufen. Cross ist eigentlich schon was anderes als ein Landschaftslauf auf festen Wegen. Aber das bestimmt jeder Veranstalter für sich.
    Viel Spaß

    Jörg

    • Ich hab da schon so ein paar Ecken in der Nähe im Visier. Allerdings ist immer noch zu viel Eis da draußen. Wird morgen wohl aufs Laufband rauslaufen. 😦

  6. In meinem Läuferleben habe ich einen einzigen Cross-Lauf gemacht, und dann war ich geheilt. Zum ersten, weil mir diese Strecken sowieso viel zu kurz, viel zu schnell sind, zum anderen, weil mir die Bodenverhältnisse nicht gefallen, aber es gibt ja genügend Läufer, die sich mit Cross-Läufern „abhärten „.

    Würde mir an deiner Stelle nicht allzu viele Gedanken machen, lauf‘ einfach, und dann wirst du sehen, ob das etwas für dich ist oder nicht.

    • Genau. Einfach ausprobieren. Ich wollte nur mich nicht bis auf die Knochen blamieren in der Heimatstadt. Aber andererseits… ich bin immer noch schneller als die am Streckenrand. 🙂

  7. Ach das packst du allemal! Ich würde mir, wie die anderen bereits alle sagten, null Sorgen haben. Laufschuhe an und los. Die Strecke bzw. die Wegverhältnisse sind sicher jedem bekannt, der nicht nur auf dem Asphalt herum tobt. Ich mag solch Wald- und Wiesenläufe sehr. Sind keine Trails, naja, irgendwie schon, eine sanfte Variante davon vielleicht, aber der Untergrund kommt mir sehr entgegen zur Abwechslung.

    Richtig anstrengend wird es natürlich bei Schnee und Eis. Wobei Schnee noch geht. War neulich im frischen Schnee und einen Tag auf Eis-Matsch unterwegs. Da läuft man einfach langsamer und dann passt das schon.

    • Danke! 🙂 Dann tu ich’s einfach. 🙂
      Bei uns ist gerade nix mehr mit frischem Schnee, sondern der Schnee wurde Matsch, und aus Matsch wurden schön fest gepackte Eisplatten. Musste heute sogar aufs Laufband ausweichen, weil es gerade draußen nicht geht. Ich hoffe mal, dass sich da noch was ändert bis zum Lauftermin. Sonst wird es … interessant.

      • Ja, genau. Einfach ran und los. Es soll ja die Tage sehr mild werden. Hoffentlich tauen dann auch diese Eisplatten weg.

  8. Viel Spaß, Cross klingt immer wie so eine eigene fremde Welt, manchmal knallharte Läufe Highspeed übers Gelände – manchmal 08/15 Laufstrecke abseits des Asphalt.

    Wenn es eher erstes ist, wird es mit dem PureGrit 3 aber eng – meine Erfahrungen haben gezeigt, dass der Schuh nicht wirklich Matschtauglich ist. Auf Schnee laufe ich ihn gerne, aber vermatschte Wiese oder rutschige Steine sind einfach nicht sein Ding.

    • Danke! 🙂
      Sooo heftig ist das Gelände nicht. Komisch, dass Du das mit dem Matsch sagst, ein anderer Kommentator meinte, gerade für Matsch sei der Pure Grit super. Na ja, ich teste es mal im Vorfeld. Falls es bis dahin taut.

  9. Pingback: Eine leicht verkrachte Laufwoche und ein Nachklapp zur TomTom Multisport Cardio auf dem Laufband | laufkater

  10. Du hast dich ja in letzter Zeit durch Schnee, Eis oder Matsch nicht bremsen lassen, da solltest du keine Probleme bei einem Crosslauf haben. Das Wichtigste ist: Setz dich nicht unter (Zeit-)Druck und lass die anderen laufen. Den PureGrit laufe ich auch seit ein paar Wochen – der ist nicht so schwer und trotzdem schön griffig. Und die Füße bleiben relativ trocken, solange man nicht alle paar Meter durch eine Pfütze waten muss.

    • Danke für die aufmunternden Worte!
      Ich geh das jetzt wirklich mit der Einstellung an, dass irgendwer schließlich letzter werden muss. Jetzt konnte ich den PureGrit mal ausführen, und finde ihn auch angenehm. Muss nur mein Fahrgestell bis dahin noch ein bisschen an ihn gewöhnen. War jetzt etwas Autsch auf der Blackroll. Aber etwas Zeit hab ich ja noch. 🙂

  11. Pingback: Aaaah! Besser! | laufkater

  12. Noch ein gutes Zeichen für dich: Ich bin am Sonntag 19 km durch schleswig-holsteinischen Matsch gelaufen – und der PureGrit machte das tadellos mit. Nur ganz so neu sieht er jetzt nicht mehr aus!

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