Getting strong for the Strongman Run – Rumpfstabi extrem ;)


Vor nicht allzu langer Zeit flatterte eine mail von Brooks ins Haus. Nachdem auf der Messenger of Run Happy – Seite eine ganze Weile eher Flaute geherrscht hatte, kam nun geballte Coolness. 😀Ich zitiere:

„Ein erstes Highlight dieses Jahr ist die Strongmanrun-Serie. Und wir möchten dieses geniale Erlebnis mit euch teilen. Ihr werdet Teil des #runhappy Teams! Für den SMR am Nürburgring stehen euch 10 Wildcards zur Verfügung und darin ist nicht nur die Teilnahme am Rennen inbegriffen. Wir haben nur für Euch folgendes Paket geschnürt:

·         Datum: 08.05.2015-09.05.2015
·         Ticket: 1 x Wildcard + First 50 Startband
·         Equipment: 1 x SMR T-Shirt, 1 x Schuhe freie Wahl, 1 x SMR Hoodie
·         Unterkunft: 1 x Übernachtung im EZ inkl. Frühstück im Neuwied Food Hotel (http://www.food-hotel.de/)
·         Abendprogramm: Gemeinsames Abendessen in Neuwied zur Einstimmung auf den SMR2015
·         Fotosession am Raceday am Brooks Booth
·         Startunterlagen halten wir für Euch bereit
·         Eigene An- und Abreise

Da müsste man schon verrückt sein, um nicht zuzuschlagen… nun ja, genau genommen muss man auch verrückt sein, um zuzuschlagen. Da ich also in jedem Fall verrückt bin, trifft sich das ganz gut. 😀

Der Strongman und ich… wir haben eine lange gemeinsame Geschichte, auch wenn ich da noch kein einziges Mal angetreten bin. Aber er ist immer wieder durch mein Hirn gegeistert.

Ich erinnere mich, dass ich nach dem ersten Strongman mit einer Mischung aus Faszination und Entsetzen den Bericht in einer Laufzeitschrift las. Mein erster Gedanke war: „Die sind ja alle total irre!“ Mein zweiter: „Mann, ist das COOL! – Ich will auch!“

Damals war die Strecke, wenn ich mich recht erinnere, noch nicht ganz so lang. Ich meine, irgendwas von 18km im Kopf zu haben. Das war jedoch noch lange vor meinem ersten HM. Die Streckenlänge flößte mir also schon ordentlich Respekt ein. Dazu noch die Hindernisse… das war schon eine Hausnummer. Und dann kam – wie so oft – erst mal das Leben dazwischen. Gesundheitliche Probleme, beruflicher Stress, Umzug, Haus renovieren… all dies ließ den Gedanken an den Strongman erst mal in den Hintergrund treten. Die Berichte verfolgte ich aber weiterhin. Die Strecke wurde länger. Ich fühlte mich wie das Pferd, dem man die Karotte immer knapp außerhalb seiner Reichweite vor die Nase hält.

Als die Mail kam, war ich daher auch noch nicht gleich Feuer und Flamme. Mein vernünftiges Selbst erklärte mir, dass ich nicht fit genug sei, und mich nicht übernehmen solle. Ich schlief eine Nacht drüber.

Nach Beratung mit meiner besseren Hälfte, die der festen Überzeugung ist, dass ich das schon aus lauter Sturheit schaffen muss, meldete ich mich dann doch. Natürlich war unser Brooks-Kontaktmann nicht erreichbar… banges Warten… würden alle Plätze schon vergeben sein? Dann zwei Tage später endlich die Erlösung! Ich hatte einen Platz! 🙂

Quasi zeitgleich gingen auch die Trainingspläne online. Ich beschloss, mich am Trainingsplan „ankommen“ zu orientieren, bzw. ihn als Steinbruch für meine eigenen Pläne zu nutzen.

Ohne arrogant klingen zu wollen, denke ich, dass die läuferische Seite wohl das kleinere Problem darstellen wird. Da ich im Moment in der Vorbereitung für Freiburg stecke, laufe ich wesentlich mehr, als in diesem Plan vorgegeben. Was ich jedoch in mein Training jetzt konsequent einbaue, sind die Kraft-Einheiten.

Ich habe jetzt noch einen zusätzlichen kurzen lockeren Lauf eingebaut, in den ich vor allem Kniebeugen (kein Problem) und Liegestütze an den Parkbänken (ächz!) integriere. Zusätzlich wird nun auch im Studio noch konsequenter trainiert. „Rumpfstabi plus“ sozusagen, was ja vielleicht sowieso nicht das Schlechteste ist.

Mein neuer bester Freund ist hierbei die Klimmzug-Maschine. Ich kann nämlich keine Klimmzüge. Keinen einzigen. Leider stehen die aber auch im Plan. Und sind wahrscheinlich auch durchaus sinnvoll. Was also tun?

Klimmzugmaschine1Dieses unspektakuläre und leicht verlebt aussehende Kerlchen leistet bei dem Projekt Klimmzug unschätzbare Dienste.

Man hängt sich an die Griffe und kniet auf der Plattform…

Klimmzugmaschine2Und zieht sich dann hoch.

Klimmzugmaschine3Voilà: ein wunderbarer Klimmzug.

Im Unterschied zur klassischen Reckstange liefert die Maschine jedoch Unterstützung. Anstatt dass man wie bei anderen Geräten die Gewichte bewegen muss, sind hier die Gewichte zur Erleichterung da. Je weniger man auflegt, desto schwerer ist es in dem Fall.

Kniet man auf der Plattform, drückt man diese mit dem Körpergewicht nach unten, und die Gewichte bewegen sich nach oben. Vorausgesetzt natürlich, man hat weniger Gewicht dranhängen als das eigene Körpergewicht, sonst bewegt sich da nix. Wenn man sich dann hochzieht, senken sich die Gewichte und schieben gleichzeitig die Plattform von unten nach. Dadurch muss man nicht sein volles Körpergewicht bewältigen. Feine Sache! 🙂

Die genaue Physik hab ich allerdings noch nicht ganz begriffen. Wenn ich 55kg Gewicht drauflege, müsste ich theoretisch ja nur noch 5 kg hochziehen. Ich kann aber versichern, dass es sich nach deutlich mehr anfühlt, und soooo unfit, dass ich keine 5 kg heben kann, bin ich nun auch nicht. Hat vermutlich was mit Hebeln zu tun… und dem Eigengewicht der Knieplattform… und dem Erdmagnetismus… und rechtsdrehender Milchsäure. Egal. Hauptsache es funktioniert. Und das Training kommt an, das kann ich versichern.

Ansonsten: Seitstütz, Planks, Beckenbrücke und Liegestütze auf der PowerPlate.

Ergänzungsvorschläge?

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19 Kommentare zu “Getting strong for the Strongman Run – Rumpfstabi extrem ;)

  1. Ja, die rechtsdrehende Milchsäure, die wirds sein. Kann ich aber auch nicht erklären.

    Aber ich kann erklären, dass Du mich mit Deinen Trainingsplänen und Deinen Zielen immer beeindruckst. Um so mehr, dass ich weiß, dass Dir das auch nicht zufliegt. Respekt, meine Liebe.

    Und heute schon freue ich mich auf Fotos und den Bericht des Strongman-Laufs. Ich halte Euch ja alle für total verrückt aber das hast Du ja auch bestätigt.

    Gruß
    Anja

    • Vielen Dank! Das tut mir gut! 🙂 Ich hoffe hinsichtlich Fotos auf dei offiziellen Fotografen, denn mein iPhone werde ich sicher nicht durch den Matsch ziehen. 😉
      Jetzt hoffe ich natürlich auch, dass die Gesundheit mitmacht, aber im Moment fühle ich mich gut.

  2. Geh auf den geilsten Trails laufen und mache zwischendrin Spürung, Liegestützen, etc. Dann bist perfekt vorbereitet 😉
    Und Sturheit gepaart mit Ehrgeiz kann nie schaden.

  3. „irgendwas mit Hebeln …“ 😀 *inlove*
    Klimmzüge sind natürliche Feinde. Aber auch verdammt kuhl, wenn man sie kann. Ich würd auch gern mal einen können. Irgendwann …

    Ich find’s toll, dass du da mitläufst. Irgendwann steht das auch auf meiner Liste. Und wenn’s noch fünf Jahre braucht.

  4. Liebe Christiane,

    der SMR hat m.E. nicht so sehr viel mit Laufen zu tun, Du hast sicher die Fähigkeit die Strecke zu laufen, aber viel mehr gilt es Muskeln zu aktivieren und auf Ausdauer zu trainieren, die beim Laufen nicht gebraucht werden, aber die Hindernisse bewältigen lassen. Also machst Du es doch genau richtig. Aber v.a. würde ich das Ganze als reines Spass-Event sehen 🙂 Daher, viel Spass…

    Salut

  5. Klimmzug steht auch auf meiner Wunschliste für dieses Jahr. Seit einer Woche hängt die Reckstange im Türrahmen. Ich versuche mich erstmal im dranhängen bleiben zu steigern – das ist schon schwer genug. Berichte mal weiter von deiner Supermaschine, das motiviert mich.
    Und das Brooks Paket zum SMR klingt tatsächlich super. Da verstehe ich, dass du dich anmelden musstest ;). Viel Spass im Training!

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