Blaufußtölpel – oder: Run Socks 2.0 von CEP im Test (sponsored)


Kennt Ihr Blaufußtölpel? Falls nicht, müsst Ihr Euch unbedingt das Video geben.

Aber was haben die putzigen Kerlchen mit Laufen zu tun? So wahnsinnig effiziente Läufer scheinen sie ja nicht zu sein. 😉

Nun, eigentlich, streng genommen, gar nichts. Aber jedes Mal, wenn ich meine Kompressions-Strümpfe anziehe, dann denke ich an sie. Warum nur…?

Blaue Füße

Als ich von CEP die Anfrage bekam, ob ich die Strümpfe – Pardon, die Run Socks 2.0 – gerne testen würde, habe ich mich riesig gefreut, denn solche standen schon lange auf meiner „Haben-Wolln-Liste“. Da sie jedoch nicht ganz billig sind, hab ich den Kauf immer wieder vor mir hergeschoben. Irgendwas muss aber ja wohl dran sein an den Dingern, denn man sieht ja immer mehr Läufer mit und immer weniger ohne.

Nun, ich kann hier nicht belegen, ob die Kompression einen wie auch immer gearteten objektiven Einfluss auf meine Leistungsfähigkeit hat, aber ich kann zumindest beurteilen, ob sie ihr Geld wert sind und mir subjektiv ein gutes Gefühl geben.

Zunächst kommen sie mal in einer stilvollen Verpackung.

Verpackung

Darin befindet sich neben den Strümpfen eine Anleitung zum Anziehen derselben, denn das braucht ein bisschen Übung und Nerven. Wer schon mal medizinische Kompressionsstrümpfe getragen hat, oder Oma und Opa beim Anlegen derselben geholfen, weiß, dass das ein bisschen Kraft braucht. Es ist vielleicht nicht so die beste Idee, das – wie ich – bei über 30°C im Schatten zu probieren. Nun, immerhin kann man sich das Aufwärmtraining anschließend sparen. Für mich ist das jedoch definitiv ein Grund, bei kürzeren und frühmorgendlichen Läufen auf die blauen Füße zu verzichten, denn dafür lohnt sich der Aufwand schlicht nicht, wenn auch noch ein Haufen konventioneller Socken in der Schublade wartet, von denen man jede in 0,5 sec. angezogen hat.

Zugegeben, ein bisschen bequemer als ihre medizinischen Kollegen lassen sich die CEPs doch anziehen. Und wer vom Stylefaktor weiter vorne liegt, mag jeder für sich entscheiden. 😉

Kollegen

Hat man die Socken dann aber mal an den Füßen, so tragen sie sich sehr angenehm. Nix drückt, nix scheuert. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig. Die Sohlen sind recht kuschlig gepolstert und vor allem über der Achillessehne schön verstärkt. Die Passform ist hervorragend. Damit man die individuell optimale Kompression bekommt, muss man übrigens zur Ermittlung der richtigen Größe seinen Wadenumfang messen. Schuhgröße allein reicht hier nicht.

Trotz Kuschligkeit sind die Socken auch im Sommer gut auszuhalten. Ich war zunächst etwas skeptisch wegen der warmen Temperaturen, empfand sie aber als recht angenehm. Allerdings werde ich mir wohl irgendwann noch die leichtere Sommervariante zulegen um noch ein bisschen mehr Luft an die Beine zu lassen. Der Feuchtigkeitstransport funktioniert wunderbar und auch aus der Waschmaschine kommen sie fast trocken. Damit steht einem Einsatz am nächsten Tag nichts im Weg.

Bisher habe ich die Socken bei Longruns und bei längeren Tempoeinheiten getragen. Ich würde lügen, wenn ich jetzt Behauptungen aufstellen würde wie „mindestens 10 Sekunden schnellere Pace bei deutlich verkürzter Regeneration“. Aber ich kann ohne zu lügen sagen, dass sie sich sehr angenehm tragen. Subjektiv habe ich den Eindruck, dass sich die Beine länger frisch und stabil anfühlen. Vor allem um den Knöchel rum wirken die Socken für mich unterstützend. Gerade bei Wärme, wenn alles sich ausdehnt und anschwillt, sind die Socken sehr sympathisch. Ich hatte auch den Eindruck, dass meine angeknatschte Achillessehne mit den Socken sehr glücklich ist. Die Kompression wirkt nie einengend oder drückend, sondern eher sanft unterstützend. Um zu wissen, ob man das mag, sollte man sie einfach mal im Fachhandel anprobieren, falls man vorher noch nie Kompressionsstrümpfe hatte.

Beim Schwarzwaldmarathon werde ich sie auf jeden Fall tragen.

Sind sie ihr Geld wert?

Nun, knapp 50 Steine für ein Paar Socken hinblättern ist schon ein Stück weit Überwindungssache. Allerdings bekommt man auch qualitativ hochwertige Ware dafür. Hinsichtlich der Haltbarkeit kann ich nach der relativ kurzen Zeit, die ich die Socken jetzt habe, noch keine verlässliche Aussage machen, aber sie wirken noch nicht sichtbar verschlissen, wie es billigere Socken nach zwei bis drei Wäschen bereits tun.

Insofern würde ich sagen, sind sie als Langzeitinvestition sicherlich ihr Geld wert. Eine Schublade damit füllen kann sich aber wohl kaum jemand.

Manche Läufer tragen die Socken übrigens nicht zum Laufen, sondern zur Regeneration. Geht also auch. Ich mag lieber damit laufen. Erstens sehen sie cool aus, und zweitens habe ich nach einem Longrun und dem Duschen nicht mehr den Nerv, mich in die Teile reinzuquetschen.

Mein Fazit:

geeignet für:

  • längere Einheiten, schnell und gemütlich
  • so gut wie alle Außentemperaturen
  • Regeneration (laut Aussage anderer Läufer)

weniger geeignet für :

  • kurze Spontanläufe

Ich danke CEP herzlich dafür, dass ich die Socken zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe! Ich habe für den Artikel keine weitere Vergütung erhalten.

Wer übrigens selber gerne als Blau- oder Pink-/Grün-/Weiß-/Gelbfußtölpel durch die Gegend sausen möchte, kann die Socken im Sportfachhandel finden oder auch direkt bei CEP ordern.

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7 Kommentare zu “Blaufußtölpel – oder: Run Socks 2.0 von CEP im Test (sponsored)

  1. Danke für den interessanten Test. Ich habe mir die hippen Teile noch nicht übergestreift – nicht, weil es mich reuen würde, sondern weil ich mir über die Wirkung noch nicht im Klaren bin.

    Also 9 Sekunden pro Kilometer müssten schon drinliegen …

    Liebe Gruess

    Vloggy

  2. Ich habe auch solche Strümpfe, wenn auch glaube ich einer anderen Marke. Zur Regeneration und auf langen Flugreisen kann ich sie empfehlen – aber zum Laufen finde ich sie einfach furchtbar an den Beinen.

    • Echt? Interessant. Ich mag das Gefühl ganz gerne, vielleicht weil ich so ein schlaffes Bindegewebe habe. Auf Reisen trage ich das sexy Modell aus dem Sanitätshaus. 😁

      • Und sind die Sanitätshausstrümpfe besser zum Reisen? Gibt’s da einen Unterschied ausser Optik? (Und schlaffes Bindegewebe habe ich sicher.)

      • Genau kann ich Dir das nicht sagen, aber die medizinischen Strümpfe, die ich habe, bauen doch noch mehr Druck auf. Irgendwo meine ich auch mal gelesen zu haben, dass die Kompressionsverteilung bei den Sport-Kompressionsstrümpfen und den medizinischen etwas anders ist, weil die medizinischen ja nicht für starke körperliche Aktivität ausgelegt sind.

  3. Pingback: Atlantik-Feeling auf der Baar – ein seltsamer “Longrun” | laufkater

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