Ein Runhappy-Wochenende in Winterberg – Bloggertreffen der Brooks Ambassadors of Runhappy


Ein großartiges Wochenende liegt hinter mir, voller neuer Eindrücke, neuer Bekanntschaften und einem Haufen anderer neuer Dinge, die ich gar nicht alle in einen Blogbeitrag packen kann. Aber ich fange jetzt mal an und höre irgendwo auf. 🙂

Brooks hatte seine neue verkleinerte Blogger-Mannschaft ins Sauerland eingeladen. Genauer gesagt, nach Winterberg. Der Name ist Programm, denn es war saukalt. Brrr! Leider regnete es auch fast das ganze Wochenende. Das konnte jedoch die Stimmung nicht trüben.

Wie es sich bei mir traditionell gehört, verfuhr ich mich. Vermutlich, weil ich zu geizig war, mein Auto-Navi upzudaten. Es kannte die Adresse des Hotels nicht. Mobiles Internet war leider auch Fehlanzeige, daher auch keine Maps auf dem iPhone. Dummes Gefühl, wenn man plötzlich in einer Baustelle mit Skiverleih steht und sich sicher ist: „Das ist nicht das Hotel.“

Da ich aber eine Frau bin, kann ich nach dem Weg fragen. Und so quatschte ich einfach zwei Wanderer an, die mir den rechten Weg wiesen. Soooo weit weg war ich eigentlich gar nicht.

Bereits in der Hotelgarage traf ich auf Heidi und Robert, und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach der Rezeption. Dort bekamen wir neben unseren Zimmerschlüsseln auch ein „kleines Willkommensgeschenk“ in die Hand gedrückt.

Tasche

Ich freute mich schon sehr über die coole Tasche, und trug sie in mein „Zimmer“, welches sich eher als Suite herausstellte, mit gesondertem Wohn- und Essbereich, Kochnische und separatem Schlafzimmer. Wow!

Ok… das war ja schon mal ein vielversprechender Anfang. Interessiert betrachtete ich die Tasche und freute mich über die zahlreichen separaten Seitenfächer. Eine tolle Lauftasche. Zeit, die Innenaufteilung in Augenschein zu nehmen. Außer Füllmaterial hatte ich nichts erwartet, da sich die Tasche sehr leicht anfühlte. Jedoch…

Ghost 8 Berlin-Edition Tascheninhalt

Schuhe!!! Und zwar nicht nur irgendwelche Schuhe, sondern der neue Ghost 8 als Berlin-Sonderedition. Ich hatte sofort Herzchen in den Augen. Den Schuh werde ich Euch in einem gesonderten Beitrag vorstellen. Das hat er verdient.

Außerdem waren in der Tasche noch ein hübsches Schlüsselband sowie ein Ambassador-Funktionsshirt. Selbst wenn der Rest vom Wochenende ein Reinfall werden sollte.…dafür hatte es sich schon gelohnt knapp 500 km zu fahren. Soviel zum Thema „Füllmaterial“. Als ich fertig war mit im Kreis hüpfen, ließ ich mich noch für 10 min aufs Bett fallen. Um 16 Uhr sollte es losgehen.

Nur dass es nicht losging, weil der Großteil der Truppe noch fehlte. Nun, wer zuerst kommt, kriegt auch zuerst was vom Imbiss. Ätsch! Nach und nach trudelten jedoch alle ein. Bengü – als Digital Brand Communication Coordinator für uns Blogger zuständig – und Nicole vom Brooks-Team begrüßten uns, und es ging gleich als erstes mit einem Vortrag zum Thema Sporternährung von Iki Feil los.

Neben der Erklärung, was sich hinter der F-AS-T-Formel verbirgt, die titelgebend für das Buch ist, dass Iki gemeinsam mit ihrem Vater herausgebracht hat, erzählte Iki uns auch viele interessante Anekdoten aus ihrem Wettkampf- und Trainingsleben. Es war keine Sekunde langweilig. Souverän konnte sie jede Frage beantworten und unterstützte ihren Vortrag mit lustigen Bildern der ganzen Familie. Besonderes Highlight: Wie Dr. Feil in ein Kohlrabi-Hälften-Brötchen beißt, das mit Chili-Schoten belegt ist. 😀

Ich schrieb fleißig mit, was im Nachhinein gar nicht nötig gewesen wäre, weil wir alle das F-AS-T-Formel Buch mit nach Hause nehmen durften. Bei Interesse schreibe ich da gerne mal was zu.

Eigentlich ging die angesetzte Zeit viel zu schnell rum, aber irgendwann muss ein Laufblogger tun, was ein Laufblogger tun muss, nämlich laufen.

So trafen wir uns dann alle zu einem 7km-Lauf, der sich als Höhenmeter-reich und recht trailig entpuppte. Vor allem unsere Flachländer waren hier etwas überrascht, und die Ghost 8 konnten gleich beweisen, was sie können. Schnell fanden sich kleine Grüppchen in unterschiedlichen Tempi. Wir quatschten über dies und das, und ab und an machten wir auch (unfreiwillige) Pausen, da der Streckenverlauf nicht so ganz klar zu erkennen war. Angesichts des Höhenprofils waren wir langsameren Läufer da nicht wirklich böse drum, und die schnellen konnten sich als Pioniere verwirklichen, und schon mal erkunden, wo der potentielle Weg denn hinführt. Insofern waren wohl alle glücklich. Angesichts der sehr schattigen Temperaturen und des einsetzenden Regens konnten wir die neue Kollektion gleich auf ihre Herbst-Tauglichkeit prüfen. Test bestanden. Dennoch waren wir nicht ganz unfroh, als das Hotel wieder in Sicht kam.

Nach einer kurzen Duschpause plünderten wir das Abendessens-Büffet. Mjam! Dabei spähte der ein oder andere auf Ikis Teller, um zu sehen, wie Büffet ernährungstechnisch richtig geht. 😉

Wir quatschten und tranken uns ausgiebig fest, bis das Personal schon anfing, fürs Frühstück zu decken, und wir gemeinschaftlich in die Bar umzogen. Dabei hatten vor allem Marcels (auch als „maazel the finisher“ bekannt) Anekdoten aus der bekloppten Ultralauf-Szene sehr hohen Unterhaltungswert.

Nach einer (für manchen) kürzeren Nacht ging es dann in den extrem input-haltigen Samstag. Schon mal 4 neue Sportarten an einem Tag ausprobiert?

Los ging es mit Carmens Body-Combat-Workout. Hierbei handelt es sich um ein Les Mills-Workout, in dem Kampfsport-Elemente fitnessmäßig mit Musik und kleinen Choreographien aufbereitet werden. Als „echter“ Kampfsportler dachte ich zunächst: „Jooo, mal ganz spannend, aber sicher easy-going…“ Weit gefehlt! Nach 10 Minuten floss der Schweiß in Strömen. Nur Carmen, unkaputtbar wie immer, lächelte engelsgleich von vorne, und trieb uns immer weiter.

Carmen Body Combat

Beide Fotos: Robert von http://www.kellerclub.eu

Body Combat

Was für ein Glück, dass als zweiter Teil eine Yoga-Einheit mit Mario geplant war. Auch wenn hier auch nicht alles easy-going war, kam der Puls doch wieder runter, und ich fühlte mich danach wunderbar durchgedehnt und erholt.

Yoga

Foto: Robert von http://www.kellerclub.eu

Macht schon mal 2 Sportarten, und das alles noch vorm Frühstück! Zeit, die Zähne in etwas Essbares zu schlagen!

Danach ging es weiter mit einem kurzen Vortrag von Bengü zur Brooks-Unternehmensphilosophie und einer kleinen Vorstellungsrunde aller Blogger. Da ist wirklich eine unglaublich bunte und breitgefächerte Truppe zusammen. Ganz große Klasse! Und dass, obwohl noch nicht mal alle da sein konnten.

Danach ging es dann über zu einem spannenden Vortrag von Bradley, einem der Schuh-Entwickler von Brooks.

Schuhe!!!

Schuhaufen zensiert

Zu jedem Modell gab uns Bradley detaillierte Infos, und wir durften es in die Hand nehmen, es betasten, verbiegen, anprobieren… Haaach! Darunter ein echtes Sahneschnittchen, zu dem ich Euch aber leider noch nichts erzählen darf.

Bradley erklärte uns auch noch einmal die neuen Kategorien, die die traditionelle Einteilung in Neutral, Support und Natural-Running-Schuhe ersetzen. Dabei wird nun stärker darauf eingegangen, was der Läufer von einem Schuh möchte. Nämlich

  • Cushion me – dämpf mich
  • Energize me – gib mir Energie
  • Propel me – bring mich nach vorne
  • Connect me – lass mich den Untergrund spüren

Hierbei kann dann auch nochmals in feinere Unterkategorien sortiert werden, z.B „Float“, wenn man eher ein schwebendes Laufgefühl möchte, und „Feel“, für alle, die es direkter mögen. Neutral und Support findet sich darin übrigens auch wieder, für alle, die um ihre geliebte Stütze fürchten. 😉 Allerdings geht die Entwicklung zunehmend weg von der dicken Pronationsstütze und hin zu sanfteren Methoden der Fußführung.

Insgesamt kann man schon die Brooks-Fangemeinde beruhigen: Kein bewährtes Modell wird eine drastische Veränderung erfahren. Die Unterschiede liegen im Detail.

Eines darf ich jedoch noch verraten: Es wird zum nächsten Herbst 2 neue Trailschuh-Modelle geben. Man darf gespannt sein.

Ich könnte jetzt noch stundenlang über Schuhe reden, aber es fehlen schließlich noch zwei Sportarten.

Biathlon! Nach dem Mittagessen und wegen des Dauerregens in die Tennishalle verlegt. Geschossen wurde auch nicht mit scharfen sondern mit Lasergewehren. Statt Langlaufskiern gab es City-Roller, aber ansonsten war alles ziemlich original. 😉

Wir hatten vor allem eins: Jede Menge Spaß! Interessant war es aber zu merken, wie sehr die Zielgenauigkeit leidet, wenn der Puls oben ist. Da ist es fast nicht mehr möglich, das Gewehr ruhig zu halten. Jetzt kann ich die Leistung der echten Biathleten nochmals deutlich höher schätzen.

Zielscheiben Team Weiß Schießen stehend Schießen liegend Gewehre Cityroller Biathlon Gruppe

Bei uns ging es ja letztlich um nichts, dennoch zeigten alle Teilnehmer vollen (Körper-)Einsatz, vor allem, nachdem viele der Meinung waren, dass das linke Gewehr besser sei. Da wurde schon der ein oder andere Kontrahent durch gezieltes Werfen des Rollers oder durch einen beherzten Hechtsprung auf die Matte von der Waffe der Wahl verdrängt. 😀 Dumm nur, wenn man nach einer solchen Aktion selbst so lachen muss, dass man das Gewehr nicht mehr halten kann. (Gell, Nicole? 😉  )

Macht 3 Sportarten. Fehlt Nr. 4.

Das war dann Kart-Fahren auf der hoteleigenen Indoor-Kartbahn.

Zum Kart-Champion bin ich wohl nicht geboren. Macht aber nix. War trotzdem lustig. Den Sieg trug Iki davon, die auch hier ihre Wettkampfqualitäten unter Beweis stellte, gefolgt von Robert und der furchtlosen Carmen.

Foto: Robert von http://www.kellerclub.eu

Foto: Robert von http://www.kellerclub.eu

Kartbahn Kart und ich

Foto: Robert von http://www.kellerclub.eu

Foto: Robert von http://www.kellerclub.eu

Ich hatte besonders meine Schwierigkeiten damit, volles Rohr auf die Kurven zuzuhalten, um dann in letzter Sekunde in die Eisen zu steigen. Das mach ich mit dem Auto einfach nicht. Nach und nach bekam ich den Dreh raus und konnte meine Rundenzeit stetig verbessern. Unsere Champions konnte ich jedoch nicht mehr einholen. Egal. War lustig. Nur saukalt.

Auftauen konnten wir dann beim Abendessen im Restaurant. Und dann war der Tag auch schon wieder rum. 😦

Von allen 4 Sportarten hat mir übrigens Biathlon am besten gefallen. So ein Sommer-Biathlon hätte schon was… mmmm…

Am Sonntag war außer Frühstück und Abreise nichts mehr geplant, aber die Truppe hatte sich auch schon merklich ausgedünnt. Nicole war noch am Samstag abgereist, um am Sonntag beim Strongman in Holland zu starten, Carmen musste am Sonntag ganz früh los, um rechtzeitig zu ihren Fitness-Kursen wieder daheim zu sein und nahm Jrene mit. Heidi und Robert hatten uns schon am Samstag wegen eines Familien-Notfalls verlassen müssen und auch Marcel war bereits zur Hochzeit seines besten Freundes (gibt es da nicht einen Film?) abgedüst.

Schade. Ich hätte mit dieser wunderbar durchgeknallten, sympathischen, interessanten und bereichernden Gruppe gerne noch mehr Zeit verbracht. Aber im Oktober sehen wir uns in Amsterdam. Leider nicht alle. Aber auch ein paar neue Gesichter werden dazu kommen. Da freu ich mich schon drauf.

Besonders gefreut habe ich mich noch über Jrenes Abschiedsgeschenk, die für jeden von uns eine persönliche Happy-Note mit individuell passendem Spruch hinterlassen hatte.

Happy Note

Das Wochenende hinterlässt mich motiviert bis in die Haarspitzen und dankbar, dass ich für diese Saison so einem klasse Team angehören darf.

Danke, Bengü, Nicole, Carmen, Manuela, Robert, Robert, Heidi, Jrene, Mario, Bradley, Iki, Kristin, Marcel für ein großartiges Event. Ich möchte keine Minute davon missen!

Run Happy!

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12 Kommentare zu “Ein Runhappy-Wochenende in Winterberg – Bloggertreffen der Brooks Ambassadors of Runhappy

  1. Schön, dass ihr so ein tolles WE hattet! Biathlon würde ich auch gerne mal probieren, allerdings doch lieber mit Rollskis als einem Tretroller!
    Zu den Schuhen – wir werden sehen. Ich war ja ein BrooksFan (4 aus 6 meiner derzeit getragenen Schuhe sind von Brooks), aber die updates der letzten Zeit machen die neuen Modelle für mich uninteressant. Es wäre schön, wenn’s wieder 2-3 Jahre zurück ginge mit der Passform.

    • Ich glaube, mit Rollskis hätte es Tote gegeben. 😀
      Schade, dass dir die neuen Modelle nicht so passen. Ich hatte nur einmal vor Jahren das Problem, wo der Glycerin wirklich komplett überarbeitet wurde, und danach für mich nix mehr war. Dafür war dann der Ghost besser.

  2. Ein tolles Wochenende! Ganz schön viel Action – ich glaube, ich wäre platt!
    Brooks-Schuhe hatte ich noch nie. Trotzdem immer interessan, Deine Berichte dazu zu lesen.

  3. das klingt echt toll. Hab euer WE ja schon auf Instagram verfolgt und war ein klein wenig neidisch:-) Schöne Schuhe sinds auf alle Fälle!

  4. Pingback: Altes Jahr, neues Jahr… Hallo 2016! | laufkater

  5. Pingback: Es war ’ne geile Zeit – ein Dankblog an Brooks und das Team | laufkater

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