Warum Marathon?


In ihrem Kommentar zu meinem #mimimi-Post, schrieb Anne mir:

Aber ich versteh nicht, warum es unbedingt ein Marathon sein muss, wenn man gerade mal ein bisschen mehr als die Hälfte der Wettkampfdistanz im Training schafft und sich selbst damit sehr schwer tut. Auch jemand, der “nur” HM läuft (oder 10 km oder 5 km) ist eine richtig Läuferin!

Und damit hat sie mich zum Nachdenken gebracht.

Warum Marathon?

Anne hat völlig recht. Man kann natürlich ein richtiger Läufer und eine richtige Läuferin sein, ohne jemals einen Marathon zu laufen. Man kann sogar ein richtiger Läufer sein, ohne jemals auch nur eine Startnummer irgendwo getragen zu haben. Es sind nicht die Wettkämpfe, die darüber entscheiden, ob jemand ein „richtiger“ Läufer ist. Welche Kriterien hier genau anzulegen sind, darüber gehen die Meinungen sowieso völlig auseinander. Ist es das Tempo? Ist es die Trainingshäufigkeit? Der Umfang? Gibt es eine magische Kilometer-Grenze, ab der man automatisch zum „Läufer“ wird? Meiner Meinung nach Quatsch. Es geht einzig und allein darum, ob man sich selbst als Läufer fühlt oder nicht. Punkt.

Warum Marathon?

Die markige Antwort wäre: „Weil er da ist!“ oder „Weil ich es kann!“ Jaaaa… klingt sehr cool, ist aber eigentlich nur eine leere Phrase.

Ich glaube, bei mir steckt ein bisschen mehr dahinter. Mehrere Antworten auf dieselbe Frage.

Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt ebenfalls klischeehaft klingt: Ich möchte meine eigenen Grenzen kennen lernen.

Ich bin jetzt in einem Alter und der glücklichen Lage, dass ich keine weiteren Prüfungen absolvieren muss. Niemand mehr verlangt von mir, dass ich zu einem Tag X mein Können im Fachgebiet Y beweisen muss.

Ich habe einen sicheren Job, in dem es allerdings kaum Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Das finde ich persönlich nicht weiter tragisch. Man hat mir sogar mal eine Funktionsstelle angeboten, die ich jedoch abgelehnt habe, weil mir das damit verbundene Aufgabenfeld „Evaluation“ (würg!) so gar nicht zusagte. Soviel mehr Geld kann das gar nicht sein, dass ich meine Zeit damit verbringen will. Beruflich kann ich also nicht viel mehr erreichen, außer persönliche Befriedigung daraus zu ziehen, dass ich meine Arbeit gut mache – hoffentlich.

Bäume habe ich jede Menge gepflanzt und ein Haus zwar nicht gebaut aber immerhin von Grund auf renoviert.

Ich könnte mich jetzt also getrost zurücklehnen und genießen. Das tue ich ja auch. Aber ich bin auch jemand, der gerne Neues lernt. Ich mag nicht auf der Stelle stehen bleiben. Selbst, wenn es eine sehr hübsche Stelle ist.

Also habe ich mir beim Laufen ein paar Ziele gesetzt, die es noch zu erreichen gilt.

Mein Minimalziel vor einigen Jahren war der Halbmarathon. 2013 in Bräunlingen geschafft, davon ab Km 11 mir furchtbaren Bauchkrämpfen, die jedoch nicht vom Laufen kamen. Durchgebissen. Check.

Seither bin ich 3 weitere Halbmarathons (2xFreiburg, 1xTübingen, jeweils ohne Bauchkrämpfe und mit kontinuierlicher Zeitverbesserung) gelaufen und am Sonntag kommt dann insgesamt Nr. 5 auf der Reichenau. Ich bin jetzt in der glücklichen Lage, zu sagen – was vor ein paar Jahren noch völlig undenkbar gewesen wäre – „Ein Halbmarathon geht immer irgendwie.“

Dann die nächste Frage: Kann ich einen Strongman finishen? Jepp. Ferropolis war zwar wohl, was die Strongman-Standards angeht, eher zahm, aber sei’s drum. Ein Finisher-Shirt und eine Medaille hab ich trotzdem. Check.

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Darf man nach 4 (bzw. 5) Halbmarathons und einem Strongman den ganzen ins Auge fassen? Ich denke, ja.

Klar, könnte ich jetzt noch weiter daran arbeiten, meine HM-Zeit weiter zu drücken. Aber ein Zeitenjäger war ich nie. Wozu auch? Ich werde immer nur einen der hinteren Plätze in meiner Altersklasse belegen. Soll ich mich also schinden, um von Platz 32 auf Platz 29 vorzudringen? Vielleicht hab ich da irgendwann mal Lust zu. Im Moment möchte ich lieber weiter als schneller. Und ein bisschen schneller werde ich durch die größeren Umfänge auch so. 🙂

Mag sein, dass der Marathon im Moment noch jenseits meiner Grenzen liegt. Das weiß ich aber erst, wenn ich es versucht habe. Ich werde also mit meinem Dickschädel entweder gegen oder durch eine selbst errichtete Mauer rennen. Wichtig ist: Es ist MEINE Mauer. Ich habe niemandem sonst etwas zu beweisen.42,195

Es gab mal eine Zeit, da waren mein Körper und ich nicht gerade Freunde. Ich will nicht ins Detail gehen, aber manchmal war schon vom Stuhl aufstehen und 2 Schritte gehen eine echte Herausforderung. Ich bin froh, darüber hinweg zu sein.

Vielleicht will ich auch drum wissen, was noch so geht. Und ein Marathon ist da schon so ein Meilenstein, den ich gerne noch erreichen würde. Ich habe mir bewusst Zeit gelassen dafür. Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein mit Träumen, und das Ziel muss konkret werden. Seit April trainiere ich auf dieses Ziel hin. Ok, die letzten 3 Longruns waren nicht gut. Aber alle davor schon. Das muss ich mir selber vor Augen halten. Und ein bisschen #mimimi scheint normal.

Ich habe mein Idealgewicht erreicht, ich habe konsequent an meiner Rumpfkraft gearbeitet und mich an den Trainingsplan gehalten. Mehr kann ich nicht tun.

Der Marathon – wenn ich ihn hoffentlich finishe – macht mich nicht zu etwas unglaublich Außergewöhnlichem. Allein 2013 haben 107.000 Läufer in Deutschland einen Marathon gefinisht (Quelle: hier). Das ist ungefähr 8 Mal die Einwohnerzahl meiner Heimatstadt. Ich werde mich also im besten Fall in eine bereits ordentlich große Zahl von Läufern einreihen.

Ob ich nach meinem ersten Mal noch Lust auf weitere Marathons verspüre, oder dann lieber die kürzeren Distanzen poliere, das kann ich erst sagen, wenn ich die Erfahrung gemacht habe.

Eins weiß ich mit Sicherheit: Es wird kein Spaziergang. Das erwarte ich aber auch gar nicht.

Jetzt hoffe ich, dass mein Fuß hält, den ich bis dahin natürlich noch hegen und pflegen werde. Wenn ja, dann ist der Fahrplan wie folgt:

  • Langsam angehen, 1. Hälfte maximal 7er Schnitt, bzw. Puls nicht höher als 167.
  • An jeder Verpflegungsstation eine Gehpause.
  • 2. Hälfte im besten aller Fälle etwas schneller als 7er Schnitt, geht ja auch bergab.
  • Selber Getränk dabei haben, damit ich nicht an den Verpflegungsstationen zu viel auf einmal trinke und meinen Magen ärgere.

An die Füße werde ich mir vermutlich den Transcend schnallen. Der sollte mir auch noch genügend Stabilität geben, wenn ich müde werde.

Und bis zum Start gilt weiter: Rumpfstabi, Lauf-ABC, Blackroll.

Wenn jetzt noch was schief geht, dann kann ich wenigstens sicher sein, dass ich alles getan habe, was möglich war.

Jetzt bin ich gespannt, wie der Test am Sonntag auf der Reichenau wird. Ich werde berichten.

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30 Kommentare zu “Warum Marathon?

  1. aus ganz ähnlichen Gründen bin ich Marathon gelaufen. ich wollte wissen wo meine Grenzen sind. und egal was passiert…lauf bis zum Ziel- höchstens du kannst aus gesundheitlichen Gründen nicht. Wenn du durchs Ziel läufst….das Grinsen hält seeehr laaaange an. Viel Glück, viel Spass und freu dich!
    grüssle traudl(sche)

  2. Sehr gesunde Einstellung. Genauso kann man einen Bergsteiger fragen, warum er denn unbedingt den Berg XY besteigen will. Da hörst du als Antwort: „Weil es ihn halt gibt.“ Einen kleinen Tipp will ich noch loswerden: Übertreibe es nicht mit dem Trinken, nimm lieber nichts mit und stürz‘ dir an den Verpflegungsstationen das Wasser auch nicht becherweise rein. Das ist alles nur Ballast, vor allem die Getränke, die du mitschleppst, drückt auf die Blase, vielleicht auch auf den Magen. Du wirst, wenn es nicht gerade noch einmal extrem hochsommerlich wird, bestimmt nicht dehydrieren. Gefährlich wird es eher, wenn man zuviel Wasser trinkt, vor allem, wenn man dabei die Salzzufuhr vernachlässigt.

    • Ich habe nicht vor, Wasser zu trinken. 😁
      Nee, auch kein Bier, aber in meine Flasche kommt Ultra Sports Buffer. Da ist auch Natrium drin. Bei mir reicht schon der übliche halbe Becher an den Stationen fürMagen-Aua. Hab ich jetzt ein paar Mal durchexerziert, muss nicht sein. Aus den Flaschen kann ich immer mal wieder einen kleinen Schluck nehmen. Das vertrage ich besser.

  3. Sehr schöne Analyse – da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Ausser: Ich bin gespannt auf den Bericht vom Sonntag.

    Auch ich habe nie jemand etwas beweisen müssen oder wollen – nur mir selbst. Teil meines Weges war, aber auch mir selbst nichts vorzumachen zu wollen und ehrlich zu sein. Dazu gehört es, auf die Körpersignale zu hören.

    Ich finde Deine Geschichte bewunderswert, darauf kannst Du stolz sein! Entsprechend kann ich nachvollziehen, dass jetzt nach HM und Strongman (OK, das kann ich weniger nachvollziehen …) nächsthöhere Aufgaben folgen sollen, ja, müssen. Mir geht es genau so: Ohne Ziele geht nix – und ein bisschen ambitioniert dürfen die ja schon sein.

    Dass der Trainingsumfang punkto Longrun bis jetzt doch etwas moderat ausfiel, ist auch mir ins Auge gesprungen. Da würde ich auf jeden Fall noch testweise einen 28-30er nachschieben – aber natürlich nicht auf Teufel-komm-raus. Aufholen in den letzten Tagen und Wochen funktioniert, wie ebenfalls schon erwähnt worden ist, nicht.

    Aktuell sind unsere «Geschichten» ja fast parallel, auch ich werde dieser Tage (wieder) ausgebremst (habe mein Update heute Abend ebenfalls fertiggestellt). Weil es in München (ebenfalls am 11.10.) der achte Marathon wäre, ist ein Nichtstart absolut eine Option. Auch im Wissen, nicht irgendwas zu verschleppen. Geduld ist fast nie der Begleiter von (Lauf-)Sportlern. Egal über welche Distanz.

    Ganz ehrlich: Ich wüsste nicht, wie ich an Deiner Stelle vor «dem ersten Mal» entscheiden würde. Deshalb bin ich gespannt wie ein Pfeilbogen auf weitere Berichte – nächstmals vom Sonntag. Aber das erwähnte ich ja schon …

    • 🙂 Ich hoffe, bei Dir wird alles gerade genadelt, was sich nicht wehrt! Am WE schiebe ich den 30er ein. Versprochen! Und wenn mir dann nichts abfällt, dann wird das wohl auch mit dem großen M. 🙂

  4. Da hast du ja sogar eine gute Beschreibung gefunden zu „warum Marathon“, obwohl es ja gar keiner Begründung bedarf. (Ich mache ja Sachen oft einfach nach Gefühl: es erscheint mir spannend oder schön, um etwas zu tun und dann mache ich das einfach.)
    Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg!

  5. Liebe Christiane,
    die Hauptsache ist doch, und da wiederhole ich mich, dass es DIR Spass macht. Einen Marathon zu laufen macht aus niemandem einen „richtigen Läufer“, obwohl ich gar nicht weiß was das sein soll. Nicht die Distanz ist es, sondern, was einem das Laufen bedeutet. Allerdings kenne ich nicht wenige Personen, die einen Marathon gelaufen sind und hinterher nie wieder einen Schritt im Lauftempo zurück gelegt haben, warum wohl?
    Mach es, aber mach es mit Freude. Wünsche Dir v.a. Gesundheit.

    Salut
    Christian

  6. Es kribbelt! Schön! Es muss kribbeln! Es wird noch mehr kribbeln!
    Warte mal die letzte Nacht vor dem Start ab. Aber Du kennst doch im Grunde diese Situation. Wie war es in der Schule, beim Studium, beim Führerschein, beim ersten beruflichen Vorstellungsgespräch oder vor dem ersten Halbmarathon? Das Kribbeln gehört dazu!

    Der erste Marathon ist nie der schönste Lauf. Ich habe viele Erstläufer kennengelernt und begleitet. Alle waren anschließend physisch und psychisch fertig. Bis das Erreichte verarbeitet und die körperlichen Akkus wieder gefüllt waren. Dann war Stolz angesagt.

    Beim 2. Marathon kann man schon ein wenig auf die ersten Erfahrungen aufbauen. Aber auch dieser Lauf wird meistens nicht der schönste sein. Bei mir war es der 7. Marathon im 4. Jahr.
    Persönlich rede ich nicht mehr von einer Marathondistanz über 42km. Ich bin beim Laufen und hierfür nehme ich mir 4½ Stunden Zeit. Mal etwas weniger und mal etwas mehr. Ab und zu sind es auch ein paar Kilometer und/oder ein paar Höhenmeter mehr. Dann stelle ich mich darauf ein und weiß, dass es heute etwas länger dauern wird. (Bitte nicht weitersagen: ich habe für eine 46km Lauf auch schon 7½ Stunden gebraucht.)

    Laufe morgen den Halbmarathon mit einem Schnitt von 6½ bis 7 Minuten. Oder anders gesagt, mit 75 bis 80% Energieaufwand. Lass Dir eine Reserve für Bräunlingen. Stell‘ Dir unmittelbar nach dem Lauf vor, dass Du nochmals 3 Runden auf Reichenau läufst. In dieser Vorstellung läufst Du Deinen ersten Marathon. Beim Schwarzwald Marathon erinnerst Du Dich in Oberbränd an diese Situation und Du wirst einen zusätzlichen Motivationsschub erfahren.

    Da Du letztes Jahr schon den Halbmarathon in Bräunlingen gelaufen bist, somit die ersten 10 und die letzten 7 Kilometer kennst, wirst Du auch den unbekannten Bereich zwischen km 12 und 34 meistern.

    Und … wir sehen uns in 21 Tagen, 16 Stunden und ein paar Minuten!

  7. Ich finde, jeder „darf“ einen Marathon / Ultra oder was auch immer laufen wollen dürfen, ganz ohne das explizit begründen zu müssen. (Was’n das für’n Satz?!)
    Manchmal kommt dieser Wunsch einfach so aus dem Bauch raus und der Grund, warum man sich anmeldet, ist „darum!“ 😉
    Ich persönlich finde, man darf nur nicht allzuviel Bedeutung in so ein Finish legen und auch damit leben können, wenn es halt dieses Mal nicht klappt. Es soll ja Spass machen und das Leben bereichern. Vielleicht bin ich selbst auch einfach zu ehrgeizlos – aber mich gruselt es immer, wie dramatisch und persönlich manche Läufer ein DNF nehmen oder sich trotz schwerster Probleme ins Ziel schleifen, weil sie kein „Loser“ sein wollen.

    Ich bin sehr gespannt wie es dir ergeht – das wird sicher ein spannendes Abenteuer ;)) Ich drück‘ auf jeden Fall die Daumen für ein tolles Lauferlebnis!

    • Danke! 🙂
      Ja, ein DNF wäre natürlich nicht toll, aber ich könnte damit umgehen. Ein DNS wäre für mich deutlich schlimmer. Mit dem Ehrgeiz was Zeiten angeht, hab ich’s auch nicht so.
      Ok. Darum!

  8. Liebe Chriatiane,

    bei dem Thema melde ich mich auch mal wieder zu Wort! 😉
    Wie du, stehe ich in ca. 6 Wochen vor meinem 1. Marathon.
    Ich glaube, ich weiß wie es in dir aussieht. Für mich ergeben sich zumindest viele Parallelen. Auch mich zwingt niemand dazu diese Distanz zu laufen. Ich will es einfach! Für mich! Auch ich laufe langsam. 5 Stunden wäre mein Traum, ob ich das schaffe, keine Ahnung.
    Nur kein Stress. Lass dir die Vorfreude nicht nehmen. Aber hör natürlich auf den Körper. Niemand verbietet einem ja auch mal Gehpausen einzulegen.
    Mein Trainingsplan sieht 2 Läufe über 30 km vor. Bisher ist mein weitester Lauf 28 km gewesen. Leicht fiel es mir nicht, aber es war machbar.
    Bin mal gespannt, wie es bei dir weiter geht und drücke dir die Daumen.
    Liebe Grüße,

    Claudia

    • Vielen Dank! Ich wünsche Dir für Deine Vorbereitung natürlich auch alles nur erdenklich Gute! Gehpausen werde ich sicher machen. Schon allein deshalb, damit auch was vom Getränk in meinem Mund und nicht nur auf der Startnummer landet. Bei der Wahl der Strecke für meinen 30er werde ich sehr bedacht vorgehen. Ich glaube, z.T. habe ich mir meine „Langen“ auch selbst sabotiert, weil ich zu heftiges Geländeprofil unterschätzt habe. Ist aber auch nicht so einfach hier… 🙄

  9. Ich kanns verstehen, würde mir mein Körper nicht immer einen Strich durch die Rechnung machen, so hätte ich es auch schon längst getan, auch wenn ich keine Wettkampfläuferin bin. Aber so ein Marathönchen hätte ich auch ganz gerne als Kerbe in meinem Gewehr. Ich wünsche Dir viel Glück dabei und hoffentlich ne Menge Spaß.

  10. So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich sind hier auch die Meinungen. Ich gehöre zu der Sorte der Läufer, die auf Nummer Vorsicht unterwegs sind, d.h., lieber noch ein Jahr warten, lieber noch mehr Erfahrung, lieber ein paar Kilometer mehr, bevor ich eine lange Strecke angehe. So habe ich es immer getan, nicht umsonst wartete ich sieben Jahre, bis ich mich für einen Marathon befähigt fand, das Gleiche galt natürlich für meinen ersten Ultra.

    Und es hat sich aus meiner Sicht gelohnt, nachdem ich meinen ersten Marathon unter vier Stunden sehr glücklich beendet hatte, ohne Probleme im Ziel sehr glücklich eingelaufen war, das Gefühl dabei gehabt zu haben, noch weiter laufen zu können.

    Bin stets bestens vorbereitet an langen Läufen gestartet, weil es unterwegs sowieso immer schwer wird.

    Herausforderungen liebe ich sehr, warum sonst hätte ich bei so vielen besonders langen Läufen am Start gestanden ? Aber immer auf Sicherheit, gequält habe ich mich oft genug dabei, das bleibt nicht aus, aber ich konnte mir nie vorwerfen, mich nicht gründlichst darauf vorbereitet zu haben .

    Jeder wie er will
    ich mag es gründlich
    wenn schon
    denn schon ! 😎

    Viel Glück !

    • Danke! 🙂 Ich glaube, sooo ungründlich war ich nicht in der Vorbereitung. Klar kann man immer mehr machen. Aber manchmal muss man auch einfach machen, und sehen, was passiert. Ich werde ehrlich berichten.

  11. Hallo Christiane,
    ja, man muss es nicht machen, einen Marathon laufen. Aber der Mensch braucht und sucht Herausforderungen. Und das ist eine davon. Eine, die kaum jemand schafft wenn man mal die gesamte Bevölkerungszahl zu Grunde legt. Vielleicht ist das ein Grund mehr es zu tun? 🙂

  12. Hallo Christiane,

    vor anderen begründen oder sich gar „rechtfertigen“, warum man Marathon läuft, muss niemand – auch du nicht (sollte jemand meinen comment entsprechend „in den falschen Hals bekommen haben“). Ich find’s nur – für mich selbst – immer wieder sinnvoll, nach den Motiven meines Handelns zu fragen, um herauszufinden, ob es * für mich * gute und vernünftige Gründe sind und / oder ob ich vielleicht Contra-Argumente übersehe, die die „guten Gründe“ zunichte machen.

    Du hast das Gleiche angeregt durch meinen kritischen Kommentar für dich getan und kommst zu dem Schluss, dass der Marathon * für dich * richtig und wichtig ist – prima! Wär auch ohne die Selbstreflexion prima gewesen. Es ist dein Lauf und ich wünsch dir sehr, dass du die Herausforderung meisterst und deinen Erfolg genießen kannst!

    Liebe Grüße & viel Spaß und Erfolg,
    Anne

  13. Warum solltest Du denn keinen Marathon laufen wollen? Das ist doch die eigentliche Frage. Wenn man kann, warum denn dann darauf verzichten? Nur, weil es ein Großteil der Bevölkerung tut? Das Verzichten? Ich kann Dich gut verstehen!
    Viel Spaß und Erfolg beim Debüt.
    Liebe Grüße,
    Claudi

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