Man tut, was man kann…


…um dem vorweihnachtlichen Wahnsinn möglichst unbeschadet zu entkommen. 😉

Heute zum Beispiel Radfahren bei strahlendem Sonnenschein. Eigentlich wäre ja heute (Ausdauer-)Sportpause angesagt gewesen, aber da hat das Wetter nicht mitgespielt. Meiner leicht geschundenen Ferse wollte ich nach dem gestrigen Longrun etwas Pause gönnen.Radtour

Fahrrad

Nun ist es aber ehrlich faszinierend, wenn man seine Laufstrecken plötzlich unter die Räder nimmt. Alles ändert sich.

Zunächst mal ist man viel schneller. Logisch.

Das wiederum hat zur Folge, dass die Kurven plötzlich viel zu eng sind. Außerdem werden kLeInErE UnEbEnHeItEn ganz schnell zu rtttt…t…tt..t potentiellen Bandscheiben- und Gebiss-Killern, wenn man nicht rechtzeitig aus dem Sattel geht.

Und es ist deutlich kühler. Im Sommer ist das schön. Im Winter weniger. Notiz an mich: Wer an seinen Zehen hängt, sollte auf dem Fahrrad im Winter GoreTex-Schuhe tragen und nicht die alten Laufschuhe.

So richtiges Rad-Equipment hab ich ja nicht. Ich zieh einfach alles an Laufsachen an, wo „Windstopper“ draufsteht und drunter eine zusätzliche Schicht. Dann meine Radshorts über die Laufhose. Nicht hübsch, aber warm.

Ganz neue Qualität erlangen auch die mobilen Hindernisse a.k.a Sonntags-Spaziergänger, die das schöne Wetter natürlich ebenso genießen dürfen. Kann man als Läufer da noch recht gefahrlos überholen und zur größten Not auf den Grünstreifen ausweichen, erlebt man auf dem Fahrrad so manche Überraschung. Selbst wenn man sich durch rechtzeitiges und wiederholtes Klingeln bemerkbar zu machen sucht.

Erstaunlicherweise habe ich niemanden plattgefahren. Somit kam ich nach einer knappen Stunde wieder recht happy und sonnengestärkt nach Hause.

Eine kleine Nahtod-Episode mit einem bekloppten Autofahrer während der einzigen ca. 500 Straßenmeter auf der ganzen Tour hat mich wieder darin bestätigt, dass ich mir mit Sicherheit kein Rennrad zulegen werde. Geld gespart.

Wie schön ruhig war im Gegensatz dazu mein gestriger „Longrun“ – knapp 15 km, daher die Anführungszeichen, der auf dem letzten Drittel zu einem „Nightrun“ wurde, da es zur Zeit eben so richtig früh dunkel wird.

Er war aus läuferischer Sicht nicht weiter aufsehenerregend, aber die Bilder möchte ich doch mit Euch teilen.

Auffällig ist, dass sich seit meinem Lauftechniktraining – eine 2. Einheit war  bisher aus Termingründen leider nicht drin – vor allem bei der Schrittfrequenz ordentlich was getan hat. Mein Knieproblem ist auch verschwunden. Daher übe ich brav auch daheim mit meiner neuen Freundin, der Koordinationleiter.

Koordinationsleiter

Ich frage mich zwar, wann die Nachbarn mal die Herren in den weißen Kitteln vorbeischicken, wenn ich bei uns in der Einfahrt rumhüpfe, aber es macht irgendwie Spaß und bringt viel.

Leider macht mir jetzt meine rechte Ferse etwas Kummer. Plantarfasziitis, Fersensporn, beides? Wer weiß das schon, bzw. will es wissen? Fest steht: Die Laufpause nach dem Marathon hat nix geändert, beim Laufen selbst bin ich schmerzfrei, es sei denn, meine Technik zerbröselt, weil ich müde werde. Daher wird für mich weiterhin das Techniktraining im Vordergrund stehen, und natürlich Dehnen, Kräftigen, Blackroll usw. Letzteres ist bei mir in den letzten Wochen aus Zeitmangel leider fast gänzlich unter den Tisch gefallen, und rächt sich nun. Meine bessere Hälfte hat mich auch mit Hilfe einer Internet-Anleitung professionell getaped, und das fühlt sich ganz gut an. Ich denke, ich krieg’s in den Griff. Daher aber auch kein Marcothon für mich, den ja gerade gefühlt fast alle machen. So ein Tag Pause zwischen den Einheiten ist gerade gut.

Morgen versuche ich mal, einen Termin beim Orthopäden des Vertrauens zu bekommen. Mal sehen.

So richtig wintern will es hier auch nicht. Ich habe die Vermutung, dass wir bisher weitgehend schnee- und eisfrei geblieben sind, weil ich mir gleich zu Beginn des Winters Yaktrax bestellt habe. 😉 Die hab ich jetzt noch gar nicht ausprobieren können.

Raureif gibt es morgens aber zu genüge. Der hat auch was. Und über gefrorene Blätter zu laufen ist fast so cool wie über Schnee.

Ich hoffe, morgen bei meinem earlywormdings nicht von plötzlicher Eisglätte überrascht zu werden.

Jetzt gilt es für mich, vor allem die nächste Woche weitgehend unbeschadet zu überstehen, dann wird es ruhiger und ich kann mich voll und ganz auf die weihnachtliche Fresserei konzentrieren. 😀

Das eine oder andere Testberichtchen und ein Rezensiönchen kommt demnächst noch von mir, falls Ihr nicht wisst, wohin mit dem Weihnachtsgeld von Tante Frieda. 😉

Und denkt immer dran: Wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast Du Weihnachten verpennt.

Und eh noch mehr Kalauer hier rauskommen, gehe ich jetzt schlafen, damit ich morgen früh noch laufen kann.

 

 

 

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6 Kommentare zu “Man tut, was man kann…

  1. Hast du Glück mit dem Wetter gehabt. Wir hatten heute nur Nebel und dieser gefror auf der Straße. Heute morgen war es lebensgefährlich auf der Straße zu laufen.Ich konnte lange Zeit nur auf dem Bankett walken. Anders war es dann auf den Waldwegen. Weiterhin viel Spaß beim Laufen und Bloggen

  2. So schreibe ich diese Zeilen und du stehst wohl schon unter der Dusche. Vorbildlich!
    Hoffentlich ohne zu müde gewesen zu sein und damit mit schlechter Technik. Immerhin merkst du dann gleich dass es net passt, auch wenn Schmerzen sicherlich nie schön sind

  3. Zwangsläufig fahre ich jetzt ja auch viel Rad – da sind die richtigen Klamotten schon wichtig, ansosten ist der Spaß wirklich schnell zu Ende.
    Aber das mit dem ratattatatatatata ist wirklich irre … vor allem weil das Hirn abgespeichert hat, dass man beim laufen so dahingeleitet. 🙂

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