Die Fersensporn-Verschwörung – ein Aluhut-Blog


Ich habe gar keinen Fersensporn. Ich kann gar keinen haben, weil ich weder über 50, noch übergewichtig bin, noch eine ausgeprägte Fußfehlstellung habe. Außerdem habe ich immer brav mein Kraft- und Koordinationstraining gemacht. Ich bin auch kein ausgeprägter Fersenläufer. Ich habe viele verschiedene Schuhmodelle im Wechsel getragen. Die Statistik beweist es somit: ich kann gar keinen Fersensporn haben. q.e.d

Es handelt sich vielmehr um eine groß angelegte Verschwörung der Sportartikel-Industrie. Ich bin mir sicher.

Irgendein Statistik-Marketing-Spezialist – oder vielleicht auch nur eine sehr schlaue Software – hat festgestellt, dass ich durch die Kooperation mit Brooks und die Testschuhe von Hoka One One dieses Jahr deutlich weniger Kohle für Laufsachen ausgegeben habe als die letzten Jahre. Das Geld muss man wieder reinholen, indem man mir eine Verletzung unterschiebt, die über einen längeren Zeitraum Alternativtraining notwendig macht. Das in Verbindung mit meiner offenbar nachgewiesenen Veranlagung zu Frustkäufen ist die Goldgrube schlechthin.

Zunächst muss ein sporttaugliches Bike her, damit ein Anreiz zum Fahrradfahren gegeben ist. Damit nicht genug, das Bike braucht auch passende Klamotten. Man beachte, dass sich die Initiatoren der Verschwörung ausgerechnet die Jahreszeit ausgesucht haben, in der man sehr stark auf hochfunktionelle und damit teure Sportkleidung angewiesen ist. Nicht etwa der Sommer, in dem es eine preisgünstige Radhose in Verbindung mit jedem beliebigen Laufshirt tun würde, nein, der Winter muss es sein, wo man unbedingt eine Thermo-Jacke braucht, die – anders als die Laufjacken – hinten schön lang ist. Und wenn wir schon dabei sind: Eine wetterfeste Hose muss auch sein.

Gleichzeitig sorgen wir mit einem raffinierten Update dafür, dass der Streckenupload auf den FR920XT mal wieder nicht tut, so dass sich das Verschwörungsopfer ernsthaft mit der Anschaffung eines Garmin Edge beschäftigt, bis Restvernunft und Kontostand diesen Erwägungen einen Riegel vorschieben.

Tja, und dann wären da noch das Schwimmen und Aquajogging. Zunächst mal werden da Eintrittsgelder für die Schwimmbäder fällig. Und Aquajogging-Gürtel wachsen auch nicht auf Bäumen. Gut, sie kosten auch kein Vermögen, aber da die „Universalgröße bis 100kg“ vom Umfang her eher  „ab 100kg“ zu sein scheint, fürchte ich, dass ich demnächst noch einen Gurt für schlankere Personen erstehen muss.

Ach ja, hab ich erwähnt, dass Garmin mir nun auch noch einen Herzenswunsch erfüllt hat, und einen voll-Triathlon-tauglichen Brustgurt rausgebracht hat, der auch zur Herzfrequenzmessung beim Schwimmen taugt? Und dass ich den natürlich unbedingt brauche? Zufall???

Aber halt! werden manche sagen, Du hast doch den Fersensporn in voller Größe auf dem Röntgenbild gesehen!

Tjaha… wer sagt denn, dass das MEIN Fuß auf dem Bild war? Das könnte doch immer dasselbe Bild sein, welches der Orthopäde gegen einen kleinen Freundschaftsbetrag der Sportartikel-Industrie dem unglücklichen Sportler unter die Nase hält. Ich meine, wer von Euch würde ernsthaft seinen Fuß auf einem Röntgenbild erkennen?

Fersensporn

Fersensporn-commons.wikimedia.org

Und die Schmerzen? Das muss eine Form raffinierter Fernhypnose übers Handy und die ganzen WLAN-Netze sein, die mittlerweile überall in der Gegend rumfunken. Das erklärt auch, warum es beim Laufen nicht wehtut. Da wissen sie nicht, wo ich bin…

In diesem Sinne wünsche ich Euch Frohe Weihnachten. Passt auf, dass keine Ufos auf Eurem Christbaum landen. 😉

 

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19 Kommentare zu “Die Fersensporn-Verschwörung – ein Aluhut-Blog

  1. Was denn jetzt? Tut weh oder tut nicht weh? Ich frag ja nur weil – es erst nicht weh tat, beim kaufen zumindest, aber ich jetzt kaum noch nich gehen kann so weh …
    Schnauze voll ich habe
    Macht mit mir besser wäre
    Vefetten ich tu mit ohne Kilometer
    Weihnachtlich grüßen ich trotzdem will, und auf Besserung hoffen in 2016, irgenwann, 2./3.Quartal 😦

  2. Das ist eine sehr logische Erklärung. Ich kann Dir da absolut folgen. Jetzt gilt es, die Lücke im System zu finden, damit nicht nur während des Laufens sondern vor allen Dingen danach der Schmerz gar nicht erst eingeschaltet werden kann. Ich wünsche Dir viel Glück dabei – das mit dem Aluhut hast Du nun schon ausprobiert?

    Frohe Weihnacht
    Anja

    • Ja, nicht wahr? Der Aluhut war in der Öffentlichkeit leider zu auffällig. Da wussten sie erst recht, wo ich bin… Außerdem ist er nicht atmungsaktiv. Ich arbeite an einer Alternative.
      Ich hoffe, Du hattest auch schöne Weihnachten!

  3. Oh man, echt eine Frechheit wie dir das Geld aus der Tasche gezogen wird. Aber wer’s hat 😉 Viel Spaß auf jeden Fall mit deinem neuen Spielzeug und weiterhin gute Besserung

  4. HA!!! Jetzt wo du es sagst/schreibst fällt mir auf, dass mein Fersensport vor 2 Jahren auch im Dezember begonnen hat, im Januar diagnostiziert wurde und erst Ende Februar/März verschwunden war! 😯
    Da ist sicher was dran, an deiner Theorie! 😆

      • Ein Heilmasseur, der mir das Teil richtiggehend wegmassiert hat. Unterstützt wurde der Prozess durch Entgiften und Ausleiten, Lymphdrainage und (das hab ich bisher verschwiegen) absolutem Lauf- und Gehverbot! 😯 Das war der härteste Teil, vor allem für meine Mitmenschen. 😉

      • Das Gehverbot konnte ich in der Arbeit (viel Stehen, manchmal Gehen) auch nicht einhalten und krankschreiben wollte ich mich ebenfalls nicht lassen. Daher bin ich auf Crocs (weich, weicher, am weichsten) und Geleinlagen gekommen und hab zumindest meine Freizeit nur mehr knieend, sitzend, liegend und schwimmend verbracht! 😀

      • Stimmt, die Crocs sind ganz angenehm. Auf der Arbeit würde ich mich damit allerdings voll zum Horst machen.
        Ich habe im Moment die Hoffnung, dass es auch so besser wird.

  5. Ich hab es immer gewusst! IMMER! Und wir Outdoorsportler sind von diesen elenden Chemtrails viel häufiger betroffen … laufen und radeln wir doch ständig rum und werden von „denen da oben“ mit Verletzungspartikeln bestreut … gleichzeitig wird die Lichtnahrung verseucht!!!!!

    Darum werde ich ab jetzt nur noch mit Aluhut raus gehen, meine Garmin bekommt auch einen kleinen.

    • DAS IST ES! Die Lichtnahrung ist schuld! Danke, dass Du mich drauf gebracht hast! Wenn ich zum Aluhut noch meine verspiegelte Brille trage, dann müsste es eigentlich klappen… Was die Garmin angeht… der könnte den GPS-Empfang beeinträchtigen. Dann wissen die zwar nicht, wo du bist, aber du selbst leider auch nicht. 😉

  6. „Aquajogging“ – Puh, das ist echt hart!! Ich und (ich will jetzt nicht lästern) eine große Riege SEHR bestimmt auftretender älterer Damen.

    Seither tue ich was für meinen Rücken;-)

  7. Der Fersensporn tut an und für sich ja nicht weh. Nur wenn das Gewebe drum herum stark beansprucht oder gar entzündet ist, dann ist Aua. Man kann auch mit Fersensporn leben, laufen und keine Schmerzen haben 🙂

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