Laufverletzung – und nun?

Der Läufer an sich ist nicht gerne verletzt. Der Läufer an sich möchte lieber laufen. Und wenn er schon verletzt ist, dann möchte er aber bitte möglichst schnell wieder laufen. Spezialschuhe, Wunderpillen, Superfood – nur her damit! Eins hat der Läufer an sich nicht: Geduld. Und eines möchte er auf keinen Fall hören: „Sieh es doch positiv! Jetzt hast Du endlich mal Zeit für… (hier Aktivität nach Wahl einfügen).“ Weiterlesen

Die Fersensporn-Verschwörung – ein Aluhut-Blog

Ich habe gar keinen Fersensporn. Ich kann gar keinen haben, weil ich weder über 50, noch übergewichtig bin, noch eine ausgeprägte Fußfehlstellung habe. Außerdem habe ich immer brav mein Kraft- und Koordinationstraining gemacht. Ich bin auch kein ausgeprägter Fersenläufer. Ich habe viele verschiedene Schuhmodelle im Wechsel getragen. Die Statistik beweist es somit: ich kann gar keinen Fersensporn haben. q.e.d

Es handelt sich vielmehr um eine groß angelegte Verschwörung der Sportartikel-Industrie. Ich bin mir sicher. Weiterlesen

Ein bisschen Schlamm muss sein…

Vorsichtig fahre ich die extrem matschige Passage nach unten. Hier muss eine ganze Herde von Forstfahrzeugen durchgepflügt sein. Nur noch ein paar Meter bis zum frisch gemachten Weg. Das Bike wird immer langsamer. Ich löse die Bremse. Das Bike steht. Uaaaah! Ich springe runter und klebe sofort fest. Mit einem saftigen „SCHLÖRKS“ löst sich der ausrangierte Laufschuh aus dem Lehm. Die Räder sind so verdreckt, dass sie sich keinen Zentimeter mehr drehen. Na super…  Weiterlesen

Man tut, was man kann…

…um dem vorweihnachtlichen Wahnsinn möglichst unbeschadet zu entkommen. 😉

Heute zum Beispiel Radfahren bei strahlendem Sonnenschein. Eigentlich wäre ja heute (Ausdauer-)Sportpause angesagt gewesen, aber da hat das Wetter nicht mitgespielt. Meiner leicht geschundenen Ferse wollte ich nach dem gestrigen Longrun etwas Pause gönnen. Weiterlesen

Gasshuku 2015 in Tamm oder: Karate und Laufen – geht das zusammen?

Meine Laufgeschichte beginnt eigentlich gar nicht mit Laufen. Sie beginnt mit meinem Entschluss, Karate lernen zu wollen. Dies geschah im Jahr 2002 als ich – durch meine bessere Hälfte neugierig geworden – völlig naiv ein Dojo (Trainingshalle) betrat, und mich einfach so dazu gesellte.

Einen Anfängerkurs gab es nicht. Also versuchte ich, mit mehr oder weniger Erfolg, nachzumachen, was die anderen so vormachten. Hin und wieder kümmerte sich mal jemand für 5 Minuten gesondert um mich, um mich vor den schlimmsten Fehlern zu bewahren. Ansonsten wurschtelte ich mich einfach so durch und hatte irgendwie Spaß dran.  Weiterlesen

Kein Wurstsalat für mich, danke!

Heute Abend findet in der Gaststätte des Freibads ein All-You-Can-Eat Wurstsalat-Essen statt. Für 7 Euronen darf man sich die Wampe mit Wurstsalat vollschlagen, bis er zu den Ohren rauskommt, oder sich an der Straße als All-You-Thought-You-Could-Eat-Wurstsalat in recycelter Form wiederfindet. Um 18:00 geht der Spaß los.

Die beste Zeit also, um sich aufs Fahrrad zu schwingen, und einen großen Bogen um selbige Stelle zu machen.

So hin und wieder ist ein Wurstsalat ja ganz ok. Ich bin auch kein militanter Vegetarier, wenn ich auch größtenteils fleischlos esse. Aber Fress-Exzesse mit Fleisch finde ich ethisch voll daneben. Naja, wer’s braucht. Weiterlesen

Die TomTom Multi-Sport Cardio – Test auf dem Fahrrad (Warum ich KEIN Rennrad möchte)

Gestern habe ich meinen gemütlichen Lauf durch eine Radtour ersetzt. 24 km Radfahren statt 11 km laufen, das sollte in etwa passen.

Dabei habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt, eine weitere Facette der TomTom Uhr aus dem Testpaket zu erkunden.

Es folgt ein kleiner Testbericht, und dann die Erklärung, weshalb ich KEIN Rennrad möchte, nur für den Fall, dass ein Leser etwas überspringen möchte.

Die Befestigung am Lenker gelingt sehr einfach mittels eines speziellen „Armbands“ aus Gummi für den Lenker. Kein Schrauben, kein Basteln, einfach die Uhr aus dem Arm-Armband gedrückt und einmal um den Lenker gewickelt. Hält. Es gibt zwei Größeneinstellungen für das Band. Da es aber in der Natur eines Gummis liegt, dehnbar zu sein, sollte es so auf alle Lenker passen. Leider ist das Gummi ein Katzenhaar-Magnet, wie man auf dem Foto sieht. Das stört jedoch die Funktionalität nicht wirklich. Weiterlesen

Fremdgegangen…

…bin ich heute insofern, als ich mich mal allen Ernstes zu Trainingszwecken  aufs Fahrrad begeben habe.

Ich habe einen infernalischen Muskelkater in der Beinrückseite, vermutlich von dem Lauf in der Gruppe, wo am Berg nicht, oder zumindest nicht merklich, abgebremst wurde, und Berg gab’s viel. Daher kam Laufen nicht wirklich in Frage und auch fürs Studio wäre es vermutlich zu früh gewesen, da ich durch krankheits– und Dienstfahrt bedingte Absenz auch von dort einen kräftigen Muskelkatzenmann mit nach Hause gebracht hatte. Aber irgendwas an Bewegung musste heute noch gehen.

Ich fahre gerne Fahrrad, um Besorgungen in der Stadt zu machen, wo ich das Auto nicht an der Backe haben möchte, oder auch sonst, um von A nach B zu kommen, vorausgesetzt, B befindet sich in der näheren Umgebung. Unter sportlichen Aspekten so mit Pulsuhr und so, habe ich es (heute eingeschlossen) exakt 2 Mal bisher getan. Das erste Mal war Freitag oder Samstag vor einer Woche. Und ich muss sagen: es macht durchaus Spaß.

Im letzten Jahr habe ich mir auch ein neues Fahrrad gegönnt. Ich denke, nach 25 Jahren war das ok, auch wenn ich mein altes Rad nicht hergeben will. Zu viele Erinnerungen. Ich habe ein Cross-Bike, zumindest glaube ich, dass man das so nennt, und ich muss zugeben, dass sich in den letzten 25 Jahren doch ordentlich was getan hat. Es fährt sich deutlich komfortabler und vor allem stabiler als mein altes Rad.

Am Samstag habe ich im Intersport sogar eine dieser Windelhosen erstanden – allerdings eine ganz billige – weil mir bei meiner ersten regenerativen Tour nach kürzester Zeit der Allerwerteste schmerzte. Der Sattel auf meinem Rad ist sehr sportlich, aber auch recht schmal.

Das Windelfeeling heute war gewöhnungsbedürftig, gepolstert hat es leider nicht wesentlich mehr… 😦 Nun ja, vermutlich alles eine Frage der Abhärtung. Meine bessere Hälfte meint ja, ich solle mir einfach einen bequemeren Sattel kaufen, aber ein Oma-Sattel auf dem sportlichen Rad, nee, das geht gar nicht. Dann lieber einen gequetschten Hintern…

Das Fahrrad-Selfie musste ich bei stehendem Fahrzeug schießen - gesünder.

Das Fahrrad-Selfie musste ich bei stehendem Fahrzeug schießen – gesünder.

Nicht wirklich hilfreich war, dass es den ganzen Nachmittag und Abend immer mal wieder grummelte und stürmte. Regen ok, Gewitter muss nicht so wirklich sein auf freiem Feld. Fahren oder nicht fahren, das ist hier die Frage. Irgendwann war’s mir dann zu blöd. Ich beschloss, einfach weitestgehend in der Nähe der Zivilisation zu bleiben, um mich bei Bedarf schnell irgendwo hin flüchten zu können. Als ich dann gerade doch eine kleine Runde über die Felder, bzw. zwischen den Feldern, drehte, kamen die ersten Flatsch-Tropfen. Der Regen war mir ja durchaus recht, zumal es heute wieder extrem schwül war, aber ich wusste nicht, ob der auch Starkstrom mitbringen würde, also zurück in die Stadt. Das Wetter konnte sich immer noch nicht so recht entscheiden, daher drehte ich noch ein paar Runden in der näheren Umgebung unseres Hauses, bis ich 10 km voll hatte und mich zufrieden fühlte. Ist nicht soooo viel, aber für ein bisschen regenerative Bewegung genau richtig.

Was soll ich sagen, als ich mich unter die Dusche stellte, ging draußen die Dusche aber richtig an.

Laut FB-Postings anderer Stadtbewohner hat es stellenweise wohl die Gullideckel angehoben, und auf dem Dach vom Nachbarn gab es Meeresbrandung… Mal sehen, ob wir morgen früh schwimmen. Dann wäre der Triathlon vollständig… 😉

 

Trainings- und Konditionsverlust nach Krankheit – ein unfreiwilliger Selbstversuch

Wer kennt das nicht: Es erwischt einen mitten in der Wettkampfvorbereitung, und jeden Tag, den man nicht trainieren kann, rechnet man verzweifelt aus, wieviel von der hart erarbeiteten Form jetzt wohl den Bach runter geht.

Ich hab ja selber, während ich krank war, rumgegooglet. Schließlich hatte ich ja nichts anderes zu tun. Wirklich befriedigende Antworten findet man natürlich nicht, und wie immer ist das vermutlich alles sehr individuell verschieden und hängt natürlich auch von der Schwere des jeweiligen Infekts ab.

So ist in Steffnys Großem Laufbuch eine schöne Grafik, die zeigt, wie schnell (nämlich spätestens 6 Monate nach Trainingsabbruch) die über 2 Jahre antrainierte Form verschwunden ist. Die Kurve fällt ganz schön steil ab. Weiterlesen