Alternativtraining für verletzte Läufer – Teil 1 Aquajogging und Aquafit(ness)

Aus aktuellem Anlass (Fersensporn und Plantarfasziitis) kann ich gerade nicht so rasend viel übers Laufen schreiben, auch wenn ich gestern immerhin ganze 3 km vorsichtig gelaufen bin. Daher werde ich eine kleine Blogpost-Serie möglichen Trainingsalternativen widmen, die die Zeit der Verletzung sinnvoll überbrücken helfen und die Kondition erhalten.

Nachdem ich diese Woche schon 3 Mal im Schwimmbad war, dachte ich, ich starte mal damit.  Weiterlesen

Ein bisschen Schlamm muss sein…

Vorsichtig fahre ich die extrem matschige Passage nach unten. Hier muss eine ganze Herde von Forstfahrzeugen durchgepflügt sein. Nur noch ein paar Meter bis zum frisch gemachten Weg. Das Bike wird immer langsamer. Ich löse die Bremse. Das Bike steht. Uaaaah! Ich springe runter und klebe sofort fest. Mit einem saftigen „SCHLÖRKS“ löst sich der ausrangierte Laufschuh aus dem Lehm. Die Räder sind so verdreckt, dass sie sich keinen Zentimeter mehr drehen. Na super…  Weiterlesen

Fremdgegangen…

…bin ich heute insofern, als ich mich mal allen Ernstes zu Trainingszwecken  aufs Fahrrad begeben habe.

Ich habe einen infernalischen Muskelkater in der Beinrückseite, vermutlich von dem Lauf in der Gruppe, wo am Berg nicht, oder zumindest nicht merklich, abgebremst wurde, und Berg gab’s viel. Daher kam Laufen nicht wirklich in Frage und auch fürs Studio wäre es vermutlich zu früh gewesen, da ich durch krankheits– und Dienstfahrt bedingte Absenz auch von dort einen kräftigen Muskelkatzenmann mit nach Hause gebracht hatte. Aber irgendwas an Bewegung musste heute noch gehen.

Ich fahre gerne Fahrrad, um Besorgungen in der Stadt zu machen, wo ich das Auto nicht an der Backe haben möchte, oder auch sonst, um von A nach B zu kommen, vorausgesetzt, B befindet sich in der näheren Umgebung. Unter sportlichen Aspekten so mit Pulsuhr und so, habe ich es (heute eingeschlossen) exakt 2 Mal bisher getan. Das erste Mal war Freitag oder Samstag vor einer Woche. Und ich muss sagen: es macht durchaus Spaß.

Im letzten Jahr habe ich mir auch ein neues Fahrrad gegönnt. Ich denke, nach 25 Jahren war das ok, auch wenn ich mein altes Rad nicht hergeben will. Zu viele Erinnerungen. Ich habe ein Cross-Bike, zumindest glaube ich, dass man das so nennt, und ich muss zugeben, dass sich in den letzten 25 Jahren doch ordentlich was getan hat. Es fährt sich deutlich komfortabler und vor allem stabiler als mein altes Rad.

Am Samstag habe ich im Intersport sogar eine dieser Windelhosen erstanden – allerdings eine ganz billige – weil mir bei meiner ersten regenerativen Tour nach kürzester Zeit der Allerwerteste schmerzte. Der Sattel auf meinem Rad ist sehr sportlich, aber auch recht schmal.

Das Windelfeeling heute war gewöhnungsbedürftig, gepolstert hat es leider nicht wesentlich mehr… 😦 Nun ja, vermutlich alles eine Frage der Abhärtung. Meine bessere Hälfte meint ja, ich solle mir einfach einen bequemeren Sattel kaufen, aber ein Oma-Sattel auf dem sportlichen Rad, nee, das geht gar nicht. Dann lieber einen gequetschten Hintern…

Das Fahrrad-Selfie musste ich bei stehendem Fahrzeug schießen - gesünder.

Das Fahrrad-Selfie musste ich bei stehendem Fahrzeug schießen – gesünder.

Nicht wirklich hilfreich war, dass es den ganzen Nachmittag und Abend immer mal wieder grummelte und stürmte. Regen ok, Gewitter muss nicht so wirklich sein auf freiem Feld. Fahren oder nicht fahren, das ist hier die Frage. Irgendwann war’s mir dann zu blöd. Ich beschloss, einfach weitestgehend in der Nähe der Zivilisation zu bleiben, um mich bei Bedarf schnell irgendwo hin flüchten zu können. Als ich dann gerade doch eine kleine Runde über die Felder, bzw. zwischen den Feldern, drehte, kamen die ersten Flatsch-Tropfen. Der Regen war mir ja durchaus recht, zumal es heute wieder extrem schwül war, aber ich wusste nicht, ob der auch Starkstrom mitbringen würde, also zurück in die Stadt. Das Wetter konnte sich immer noch nicht so recht entscheiden, daher drehte ich noch ein paar Runden in der näheren Umgebung unseres Hauses, bis ich 10 km voll hatte und mich zufrieden fühlte. Ist nicht soooo viel, aber für ein bisschen regenerative Bewegung genau richtig.

Was soll ich sagen, als ich mich unter die Dusche stellte, ging draußen die Dusche aber richtig an.

Laut FB-Postings anderer Stadtbewohner hat es stellenweise wohl die Gullideckel angehoben, und auf dem Dach vom Nachbarn gab es Meeresbrandung… Mal sehen, ob wir morgen früh schwimmen. Dann wäre der Triathlon vollständig… 😉